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Alkoholkrankheit: Doppeltes Leid durch Stigmatisierung und Ausgrenzung

Wer mit einer Grippe im Bett liegt oder wegen eines gebrochenen Beines auf Krücken geht, kann seine Krankheit nicht verbergen. Sie ist für jeden sichtbar und wird von anderen sofort als solche erkannt und akzeptiert. Daneben gibt es viele Erkrankungen, die auf den ersten Blick nicht auffallen, die das Leben des Betroffenen deshalb aber nicht weniger belasten. Alkoholismus ist eine solche Krankheit. Viele Alkoholiker „tarnen“ sich, vor allem im Anfangsstadium der Erkrankung, gut und sind als solche kaum zu identifizieren. Wird die Alkoholkrankheit jedoch entdeckt, begegnet man den Betroffenen oft mit Vorurteilen und Ablehnung. Dabei brauchen Menschen, die vom Alkohol abhängig sind, genauso eine fachgerechte Unterstützung wie Patienten, die an einer anderen potenziell lebensbedrohlichen Erkrankung leiden.

Was ist eine Alkoholkrankheit?

Suchtkompendium: Was ist eine Alkoholkrankheit?

Der Begriff Alkoholkrankheit oder auch Alkoholabhängigkeit bezeichnet eine Suchterkrankung, in deren Zentrum Alkohol als Sucht- bzw. Rauschmittel steht. Sie ist durch einen zunehmend stärker werdenden Alkoholkonsum gekennzeichnet. Im Laufe der Zeit verlieren die Betroffenen die Kontrolle über ihr Trinkverhalten, bis sie irgendwann zwanghaft trinken müssen, um sich gut zu fühlen und Entzugserscheinungen zu verhindern. Eine Alkoholabhängigkeit geht mit verschiedenen Symptomen, wie zum Beispiel einem starken Verlangen nach Alkohol, einer zunehmenden Toleranzentwicklung gegenüber der Wirkung und einer wachsenden Fokussierung auf das Rauschmittel einher. Alkoholismus ist ein gefährliches Krankheitsbild, das unbehandelt zu schweren gesundheitlichen Schäden und Folgeerkrankungen wie Leberzirrhose oder Pankreatitis und damit letztendlich sogar zum Tode führen kann.

Seit wann ist die Abhängigkeit von Alkohol eine Krankheit?

Die Einstufung des chronischen oder zwanghaften Alkoholkonsums als Krankheit wurde das erste Mal 1849 vom schwedischen Arzt Magnus Huss vorgenommen. Es dauerte allerdings noch mehr als einhundert Jahre, bis die von ihm postulierte Auffassung sich endlich durchsetzen konnte. So arbeitete der US-amerikanische Physiologe Elvin Morton Jellinek über viele Jahre hinweg mit Mitgliedern der Anonymen Alkoholiker zusammen und entwickelte in diesem Zusammenhang 1951 eine umfassende medizinische Theorie, welche die Sucht nach Alkohol als Krankheitsbild definierte. Ungeachtet dessen, dass viele Ergebnisse und Thesen Jellineks heutzutage als überholt gelten, ist die chronische Alkoholkrankheit klar als Krankheit definiert – sowohl im ICD-10, der weltweit bedeutsamsten Klassifizierung von Krankheiten und Gesundheitsproblemen, als auch im DSM-5, dem wichtigsten US-amerikanischen psychiatrischen Klassifikationssystem.

Welche körperlichen Aspekte gehören zur Alkoholsucht?

Suchterkrankungen wie die Alkoholkrankheit spielen sich stets auf der körperlichen und der psychischen Ebene ab, wobei der Patient über beide Bereiche zunehmend die Kontrolle verliert. Eine körperliche Abhängigkeit von Alkohol zeichnet sich zum Beispiel dadurch aus, dass der Betroffene regelmäßig (große) Mengen Alkohol trinken muss, weil er sonst Entzugserscheinungen erleidet. Neben Schweißausbrüchen und starkem Tremor (Zittern), Blutdruckerhöhung sowie gesteigertem Puls, gehören auch Magen-Darm-Beschwerden oder Schlafstörungen zum körperlichen Entzug.

Wie sieht die psychische Seite der Alkoholkrankheit aus?

Psychische Nebenwirkungen sind das starke Verlangen (Craving) sowie das sich einstellende verengte Denken. Plötzlich stehen nur noch der Alkohol und der Alkoholkonsum im Fokus. Zurückzuführen sind diese Folgen des Alkoholkonsums unter anderem auf strukturelle Veränderungen im Gehirn. Schließlich sorgt die Alkoholabhängigkeit dafür, dass sich im Gehirn ein Suchtgedächtnis ausbildet, welches den Alkoholkonsum mit einer Belohnung gleichsetzt und den Betroffenen dadurch gewissermaßen „zwingt“, ständig weiter zu trinken, obwohl er sich der negativen Konsequenzen für seine Gesundheit und sein Leben bewusst ist.

Welche Ursachen kann eine Alkoholsuchterkrankung haben?

Suchterkrankungen wie die Alkoholsucht gehören zu den häufigsten psychischen Erkrankungen und sind meist eine Folge verschiedener Ursachen. Dazu gehören beispielsweise Stress und Belastung, genetische Faktoren, psychische Einflüsse oder soziale Umstände. Nur in den seltensten Fällen lässt sich die Krankheitsentstehung auf eine einzige Ursache zurückführen.

Welche körperlichen Konsequenzen kann die Alkoholkrankheit auslösen?

Alkohol ist als toxische Substanz schädlich für den Körper und die Psyche des Konsumenten. Ein stetig hoher Konsum löst auf Dauer nicht nur eine Sucht aus, sondern hat auch gravierende körperliche Folgen. So werden der Magen-Darm-Trakt und das Herz-Kreislauf-System intensiv geschädigt. Organische Schäden wie eine Leberzirrhose können entstehen, was zur Neubildung von Gefäßen an der Speiseröhre führt, die wiederum reißen und zu massiven Blutungen führen können. Das Risiko für Krebserkrankungen ist ebenfalls signifikant hoch. Es kann zu Nervenschäden kommen, der sog. Polyneuropathie, zudem kann das Gehirn Schaden nehmen. Ebenso können Einbußen der Kognition bis hin zu einem der Demenz ähnlichen Krankheitsbild sowie zu massive Gangstörungen Folgen einer Alkoholsucht sein.

Welche psychischen Folgen löst die Alkohol-Krankheit aus?

Auf der Bewusstseinsebene können psychische Störungen wie Depressionen, Angstattacken oder Persönlichkeitsveränderungen und Psychosen auftreten. Dazu steigt – wie oben bereits beschrieben – die Gefahr für irreversible Hirnschäden, die durch den dauerhaften Konsum ausgelöst werden können. Das Wernicke-Korsakow-Syndrom ist hierfür ein klassisches Beispiel.

Welche sozialen Konsequenzen birgt die Alkoholkrankheit?

Neben den psychischen und körperlichen Folgen sind die sozialen Konsequenzen nicht zu vergessen. So geraten Angehörige und Freunde aus dem sozialen Umfeld häufig in eine sogenannte Co-Abhängigkeit, während die Alkoholkranken selbst ihre Fähigkeit am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen verlieren. Durch den andauernden Konsum rutschen sie mehr und mehr ins gesellschaftliche Aus und die soziale Isolation.

Welchen Status haben Alkoholiker aus gesellschaftlicher Perspektive?

Alkoholiker oder Menschen, die regelmäßig zwanghaft große Mengen Alkohol trinken, haben aus gesellschaftlicher Sicht meist einen schweren Stand. Genauso wie bei anderen Suchterkrankungen werden die Betroffenen beschuldigt, an ihrem Alkoholismus selbst schuld zu sein – immerhin hätten sie ja nicht so viel trinken müssen. So werden sie häufig mit Vorurteilen und Stigmatisierungen belastet. Neben einer Charakterschwäche unterstellt man ihnen oftmals auch Gewaltbereitschaft, Faulheit, mangelnde Hygiene und andere negative Eigenschaften. Mitleid, Verständnis und Empathie gegenüber den Alkoholerkrankten halten sich zu Unrecht dagegen häufig in Grenzen. So haben Untersuchungen gezeigt, dass ein Großteil der Menschen den Alkoholismus weniger als eine Form der psychischen Erkrankung ansieht als zum Beispiel eine Depression oder eine Schizophrenie.

Weshalb wird die chronische Alkoholkrankheit stigmatisiert?

Alkohol zu trinken, ist hierzulande zu vielen Gelegenheiten ritualisiert und insgesamt gesellschaftlich anerkannt. Deshalb möchten viele Menschen von vornherein ausblenden, dass ein zu hoher Alkoholkonsum negative Folgen in Form einer Alkoholabhängigkeit haben kann. Um sich selbst und das eigene Konsumverhalten zu legitimieren, wird die Alkoholabhängigkeit des anderen einer Charakterschwäche zugeschrieben. Diese gesellschaftliche Stigmatisierung erklärt sich nicht zuletzt daraus, dass die ihr zugrunde liegenden Mechanismen historisch verankert sind. Schließlich gelten Abweichungen von der Norm als negativ.

Warum schämen sich Alkoholiker für ihre Erkrankung?

Die Stigmatisierung von Alkoholkranken zeigt sich nicht nur aus gesellschaftlicher Perspektive, sondern ist auch beim Betroffenen selbst vertreten. Die Suchtkranken, die von außen Ablehnung erfahren, übernehmen diese unbewusst und geben sich gleichsam selbst die Schuld am erhöhten Alkoholkonsum. Dies mündet in einen scheinbar ausweglosen Teufelskreis. Wer heimlich trinkt und mit seinem Kummer allein bleibt, kann aus der Suchtspirale nicht oder nur schwer ausbrechen. Selbstzweifel und Gefühle der Unzulänglichkeit können den Konsum sogar steigern und dafür sorgen, dass die Betroffenen noch mehr trinken – bis es irgendwann zum Kollaps bzw. einem totalen körperlichen und psychischen Zusammenbruch kommt. Die Hürde sich Hilfe zu suchen und eine Therapie zu beginnen, wird immer größer. Dabei ist es gerade bei Suchterkrankungen wichtig, möglichst schnell eine entsprechende Behandlung zu starten. Denn je länger der zwanghafte Alkoholkonsum andauert und je stärker sich die Muster der Alkoholsucht bereits verfestigt haben, umso schwieriger ist es, die Sucht zu beenden.

Wie muss eine Alkoholkrankheit behandelt werden?

Um sich aus der Alkoholabhängigkeit zu lösen, genügt es nicht, den Alkoholkonsum zu reduzieren und zu versuchen, kontrolliert zu trinken. Um keinen Rückfall zu provozieren, muss das Ziel einer Behandlung immer eine komplette Abstinenz sein. Vor allem Menschen, die seit vielen Jahren einen kritischen Alkoholkonsum pflegen, erreichen dieses Ziel oftmals nicht allein. Eine stationäre Behandlung inklusive Entgiftung und Entwöhnung unterstützt sie dabei, einen Weg aus der Sucht zu finden. Dennoch sind die Hürden, die es dabei zu überwinden gilt, alles andere als klein. Damit Patienten mit einem krankhaften Alkoholkonsum die entsprechende Behandlung von der Krankenkasse finanziert bekommen, müssen sie zunächst verschiedene Ärzte aufsuchen, die Therapie in diversen Formularen beantragen und dann oftmals noch einen Abstinenznachweis erbringen, um die Behandlung überhaupt antreten zu können. Rückfälle sind bei dieser Vorgehensweise ebenso vorprogrammiert wie der Rückzug vom Therapieentschluss.

Warum ist es einfacher eine Alkoholkrankheit in einer privaten Klinik behandeln zu lassen?

Die eigenen Muster aus Konsum, Selbststigmatisierung und problembehafteter Konfliktlösung zu durchbrechen, ist für einen Alkoholiker oftmals trotz größter Eigenmotivation nicht möglich. Nicht zuletzt auch deshalb, weil dem Betroffenen so viele bürokratische Hürden in den Weg gestellt werden. Eine Therapie in einer Privatklinik für Alkoholentzug ist daher meist die bessere Alternative. Hier wird den Suchtkranken das so dringend notwendige Verständnis entgegengebracht, sie werden schnell (oftmals binnen 24 Stunden) aufgenommen und können ihren Aufenthalt sogar im intoxikierten Zustand antreten. Zwar müssen die Patienten die Behandlung in einer Privatklinik selbst bezahlen, dafür erhalten sie jedoch eine intensive individuelle Rundumbetreuung des hochqualifizierten medizinisches Personals.

Wie sieht die Behandlung der Alkoholkrankheit in einer Privatklinik aus?

Die körperliche Entgiftung findet mit Unterstützung einer passenden Medikation statt und ist deshalb mit wenigen körperlichen Entzugserscheinungen belastet. Zusätzlich können weitere Maßnahmen wie Lichttherapie oder Akupunktur Erleichterung verschaffen. In der sich anschließenden psychischen Entwöhnung erfahren die Patienten in einer intensiven und auf ihre Bedürfnisse zugeschnittenen Therapie, weshalb sie überhaupt einen krankhaften Alkoholkonsum ausgebildet haben und wie sie den Alkoholmissbrauch überwinden. Um in ein selbstbestimmtes Leben zurückkehren zu können und Rückfälle konsequent zu verhindern, lernen sie im Umgang mit Problemen und Konflikten alternative Strategien zum Alkoholkonsum. Dank intensiver Nachsorgekonzepte wird auch nach dem Klinikaufenthalt alles dafür getan, um einen Rückfall zu verhindern. Erkennen Sie Ihren hohen Alkoholkonsum als das, was er ist: Das Symptom einer ernstzunehmenden Krankheit, die Sie Ihrer Lebensqualität und Ihrer Lebenskraft beraubt. Ziehen Sie jetzt die Notbremse und informieren Sie sich bei uns über den Alkoholentzug in unserer privaten Suchtklinik. Kontaktieren Sie uns noch heute!

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