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  • Spezialisierung auf Suchterkrankungen und deren Begleiterkrankungen, wie Burnout, Depression, Angststörungen, etc.
  • langjährig bewährtes Therapiekonzept
  • Deutlich überdurchschnittliche Personalbesetzung
  • BAR-zertifiziert durch den Fachverbund Sucht, letztmals 2020
  • Rund um die Uhr ein Arzt im Haus
  • 45 Einzelzimmer, 8 davon klimatisiert
  • zugelassenes Krankenhaus im Bereich der Entgiftung
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Außenansicht der MyWayBettyFord Klinik

In einer Suchtklinik wird die Entgiftung medikamentös begleitet

Suchttherapie als Rückkehr zu den eigenen Bedürfnissen

Bad Brückenau, August 2015 – „Jeden Tag muss ich dem Alkohol neu widerstehen. Wenn ich in der Klinik nicht so viel über mich – und über meine Krankheit – gelernt hätte, hätte ich schon wieder zur Flasche gegriffen. Wodka.“ So äußert sich Anna Pohl* (45) drei Monate nach ihrer vierwöchigen Suchttherapie. Sie hat während der Entziehungskur viel Mut und Zuversicht geschöpft, um dem Alltag ohne Alkohol immer wieder neu zu begegnen. Sie ist glücklich, endlich den Schritt gewagt zu haben. „Vor der Entgiftung hatte ich die größte Angst, dabei war das noch am einfachsten“, erzählt sie. „Der Moment vor dem ersten Schluck ist noch immer greifbar, aber ich kenne meine Mechanismen.“ Viele Menschen schieben die Entscheidung zu einer Suchttherapie vor sich her, oft aus Angst oder Unwissenheit. Deshalb haben es sich die Therapeuten der My Way Betty Ford Klinik zur Aufgabe gemacht, über die Suchterkrankung und Wege aus der Abhängigkeit aufzuklären.

„Ich hatte Angst vor dem Unbekannten“, schildert Anna Pohl die Zeit vor ihrer Entscheidung für die Therapie. „Ich hatte Angst vor Schmerzen, Angst vor der Entgiftung, Angst vor dem Entzug, Angst vor den Fragen, den Gesprächen, den Blicken der Mitpatienten. Diese Ängste ließen mich nur noch mehr trinken. Eines Tages bin ich zusammengebrochen und bin im Krankenhaus aufgewacht. Das wollte ich so nicht nochmal erleben – und peinlicher konnte es in einer Spezialklinik auch nicht werden. Also habe ich mich angemeldet.“

Eine vierwöchige Suchttherapie an der Betty Ford Klinik besteht aus vier Phasen: der Entgiftung, der Stabilisierung, der Entwöhnung und der Entlassungsvorbereitung. Diese vier Phasen gehen ineinander über, verlaufen teilweise parallel, die Entwöhnung dauert mehrere Monate über den Klinikaufenthalt hinaus an. Eine angeschlossene ambulante Therapie, die flexibel gestaltet werden kann, ist deshalb unabdingbar für Suchterkrankte. Das große Therapeutennetzwerk der Klinik steht den Patienten dabei zur Verfügung. Noch von der Klinik aus wird die Suche nach der Anschlusstherapie vor Ort unterstützt und ein betreuender Kollege empfohlen und informiert.

Die körperliche Entgiftung bei Alkoholentzug verläuft dank der medikamentösen Begleitung für die Patienten in der Regel schmerz- und nebenwirkungsfrei. Das Behandlungsschema wird individuell auf den Patienten abgestimmt und mit ihm besprochen. Vom Tag der Klinikaufnahme an erhalten die Patienten der Betty Ford Klinik ab einem Alkoholgehalt von null Promille Distraneurin, dessen Dosierung sie selbst steuern können und das das Entzugserleben dämpft. Auch mögliche Nebenwirkungen des Entzugs werden prophylaktisch behandelt. Betroffene müssen deshalb keine Angst vor Schmerzen oder dem Entzug selbst haben. Die Medikation erleichtert den Entzug, und die Einnahme kann nach einigen Tagen schrittweise reduziert werden. Sollte bei Patienten gegen den darin enthaltenen Wirkstoff Clomethiazol eine Unverträglichkeit auftreten, geben die Therapeuten an der Betty Ford Klinik stattdessen Oxazepam. Innerhalb der ersten zwei Wochen ist die Entgiftung von Alkohol abgeschlossen. Sobald der Alkoholgehalt bei null Promille liegt, was häufig nach zwei, in der Regel nach drei bis vier Tagen der Fall ist, können die Patienten bereits mit der Gesprächstherapie beginnen. Eine Drogenentzugstherapie ist wegen der unterschiedlichen Abhängigkeitspotenziale sehr viel langwieriger, zumal es schwieriger ist, die richtige Medikation und Dosierung herauszufinden. Dennoch gilt auch hier, dass jeder Schritt mit dem Patienten abgestimmt und er zu nichts gezwungen wird.

Was die Patienten begreifen und akzeptieren müssen ist die zugrunde liegende Suchterkrankung. Die Abhängigkeit selbst ist nur das Symptom dieser Krankheit, das Suchtmittel quasi beliebig. Daher kann nicht nur jede abhängig machende Substanz zur erneuten Abhängigkeit führen, auch jede Betätigung – sei es Arbeit, Marathonlaufen, Sex oder anderes – kann, im Übermaß ausgeübt, ein großes Suchtpotenzial enthalten. Suchterkrankten geht es um die Betäubung – egal mit welchem Stoff. Schon zu Beginn der Therapie werden daher nach dem Anamnesegespräch und der Erörterung der Vorgeschichte mit jedem Patienten individuell die Themen für die Gesprächstherapie ausgewählt. Die Therapeuten weisen immer wieder darauf hin, wie entscheidend die Aufarbeitung der suchtauslösenden Faktoren für den Therapieerfolg ist. Thematisiert wird in den Gesprächen wiederholt die Beziehung zwischen Patient und Therapeut, da sie Rückschlüsse auf die Beziehungen des Patienten zu anderen Menschen erlaubt. Es soll geklärt werden, was sich im Alltäglichen, im Gestalten dieser Beziehungen anstaut, dass der Patient so viel Alkohol (oder Drogen) konsumiert – und wozu er den Konsum braucht. „Wie bin ich geprägt worden? Wie gehe ich mit Emotionen um? Was lösen Begegnungen mit Menschen in mir aus? Wie gehe ich mit Schuldgefühlen um? Wo liegt das Aggressionspotenzial, das sich im Konsum aller Drogen ausdrückt?“ Fragen wie diese können den Verlauf der Gesprächstherapie beeinflussen; Szenarien für einen Umgang ohne Suchtmittel stehen im Mittelpunkt, um den Patienten auf die Entlassung vorzubereiten und eine erfolgreiche Entwöhnung zu ermöglichen. Abhängigkeit ist ein Wut-Thema. Es ist deshalb wichtig, dass die Patienten ihre Ohnmachtsgefühle verstehen und erkennen, wo und wie sie ihre Wut unterdrücken. Denn in nahezu allen Fällen richten Suchtpatienten die Aggressionen, die sie nicht nach außen tragen können, durch den Alkohol- oder Drogenkonsum gegen den eigenen Körper im Allgemeinen und die Leber – das Organ, das mit Wut in Verbindung steht – im Besonderen.

Der gesamte Verlauf der Entzugstherapie beruht auf Freiwilligkeit und Eigenverantwortung. Jeder Schritt wird gemeinsam abgestimmt, die Patienten behalten zu jedem Zeitpunkt ihre Entscheidungsfreiheit. Suchterkrankte haben sich und ihre wahren Bedürfnisse meist über einen langen Zeitraum betäubt. Neu zu lernen, auf sich selbst zu hören und gut für sich zu sorgen ist eine der großen Herausforderungen, die mit einem Entzug einhergehen. Dafür finden die Betroffenen bei den Therapeuten der My Way Betty Ford Klinik Unterstützung und Ermutigung.

* Name geändert

Klinikprofil:

Die My Way Betty Ford Klinik in Bad Brückenau ist die führende Sucht- und Entzugsklinik in Deutschland. Mit ihrem intensiven, in Deutschland einmaligen Therapieprogramm wendet sich die Klinik an Privatpatienten und Selbstzahler. Für die Patienten stehen 36 Einzelzimmer zur Verfügung. Diskretion ist an der Klinik oberstes Gebot. Das Kompetenzteam der Klinik hat sich dem Ziel verschrieben, ihre Patienten in eine neue Leistungsfähigkeit ohne Suchtmittel zu begleiten. Die Therapeuten verfügen über langjährige Erfahrung in der Suchttherapie und bieten seit Jahren Fortbildungen für weiterbehandelnde Ärzte an. Vor dem Hintergrund dieser Kenntnisse hat sich die Klinikleitung entschlossen, verstärkt die Aufklärung rund um die Themen Abhängigkeit, Entgiftung und Entzug in der Öffentlichkeit zu unterstützen und für dieses Krankheitsbild zu sensibilisieren. Die My Way Betty Ford Klinik wurde Anfang 2006 eröffnet und erlangte schnell große Bekanntheit in ganz Deutschland.

Adresse:
My Way Betty Ford Klinik® GmbH & Co. KG
Fon: 0800 / 55 747 55
Mail: info@MyWayBettyFord.com
URL: www.MyWayBettyFord.com

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