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Alkohol-Absturz: Wenn Betrunkene die Kontrolle verlieren

In Abhängigkeit von Faktoren wie Gewohnheit, Gewicht und Größe sowie der Trinkgeschwindigkeit oder dem Mageninhalt können manche Menschen alkoholische Getränke besser vertragen als andere. Während manch einer schon nach zwei oder drei Flaschen Bier genug hat, trinken andere wortwörtlich bis zum Umfallen. Ein solcher Alkohol-Absturz kann jedoch schlimme Folgen haben. Vor allem, wenn er häufiger vorkommt. Darunter leiden nicht nur die inneren Organe, sondern auch das Gehirn. Doch was genau passiert bei einem Alkohol-Absturz und wie lässt er sich verhindern?

Was ist ein Alkohol-Absturz?

Alkohol-Absturz: Was ist das?

Ein sogenannter Absturz nach übermäßigem Alkoholkonsum ist aus medizinischer oder wissenschaftlicher Sicht kein klar definiertes Phänomen. Meist ist damit das Erreichen eines Trunkenheitszustandes gemeint, der über ein normales oder als gesundheitlich unbedenklich geltendes Maß hinausgeht. Ein Absturz durch Alkohol ist entsprechend durch einen vollständigen Kontrollverlust des Betrunkenen gekennzeichnet. Neben Bewegungsstörungen und Gangunsicherheit machen sich starke Artikulationsschwierigkeiten, Stimmungsschwankungen und Persönlichkeitsveränderungen bemerkbar. Übelkeit und Erbrechen, ein Kreislaufkollaps oder Ohnmacht und Bewusstlosigkeit bis hin zum Tod können für einen Absturz ebenfalls charakteristisch sein. Häufig berichten die Betroffenen zudem von einem Blackout oder einem sogenannten Filmriss, also dem vollständigen oder teilweisen Erinnerungsverlust an die Trunkenheitsphase.

Wann treten Alkoholabstürze auf?

Es ist nicht möglich exakt anzugeben, wie viel eine Person getrunken haben muss, um einen Alkohol-Absturz zu erleiden. Der Grad der Betrunkenheit ist abhängig von der Alkoholkonzentration im Blut und diese steigt wiederum in Abhängigkeit von verschiedenen Faktoren. Grundsätzlich lässt sich jedoch sagen, dass das Risiko eines Absturzes durch Alkohol umso größer ist, je weniger die betreffende Person normalerweise trinkt. Personen, die dagegen täglich mehrere Gläser Wein trinken und an große Mengen Alkohol gewöhnt sind, haben das Problem eines Absturzes deutlich seltener zu befürchten. Anders sieht dies dagegen bei chronischen Alkoholikern aus. Nach einem langjährigen intensiven Alkoholmissbrauch kippt oftmals die Fähigkeit Alkohol “gut zu vertragen”. In solchen Fällen können manchmal schon kleinste Mengen ausreichen, um einen vollständigen Kontrollverlust hervorzurufen.

Warum ist es gefährlich, wenn man nach Alkohol einen Absturz erleidet?

Alkohol ist für den menschlichen Körper eine toxische Substanz, die viele physische Krankheiten, wie zum Beispiel Leberversagen oder Krebs, sowie psychische Störungen wie Depressionen oder Psychosen auslösen kann. Führt man dem eigenen Körper binnen kürzester Zeit derart große Alkoholmengen zu, dass es zu einem regelrechten Totalausfall kommt, können bleibende Schäden zurückbleiben. So können zum Beispiel bei einer Alkoholvergiftung tödlich endende Krampfanfälle auftreten, bewusstlose Betrunkene in ihrem eigenen Erbrochenen ersticken oder bei kalten Umgebungstemperaturen gewissermaßen im Schlaf erfrieren. Nicht zu vergessen sind die bleibenden Schädigungen im Gehirn, die durch den übermäßigen Konsum von Alkohol ausgelöst werden. Je häufiger derartige Alkoholabstürze vorkommen, umso stärker wird vor allem die Informationsübertragung zwischen den Zellen gestört. Diese ist unter anderem dafür zuständig, Informationen vom Kurzzeit- ins Langzeitgedächtnis zu übertragen.

Was tun nach Alkohol-Absturz?

Wer zu viel Alkohol getrunken und die Kontrolle über den eigenen Körper verloren hat, ist meist nicht mehr in der Lage dazu sich selbst zu helfen. Umso wichtiger ist es, dass Freunde und Angehörige die richtigen Maßnahmen kennen. In Abhängigkeit vom Grad des Kontrollverlustes des Betroffenen sollte dieser unbedingt vom weiteren Alkoholkonsum abgehalten werden. Ist der Betrunkene nicht mehr ansprechbar oder klagt über starke Schmerzen und/oder Übelkeit, gilt es umgehend einen Arzt zu verständigen. Gerade bei Kindern und Jugendlichen, deren Körper unter den Folgen des Alkoholmissbrauchs noch stärker leidet, kann die rechtzeitige Verständigung eines Arztes Leben retten.

Wie lässt sich ein Alkohol-Absturz vermeiden?

Auf einer Party mit guten Freunden oder nach einem frustrierenden Arbeitstag – es gibt viele Szenarien, in denen Menschen zu viel Alkohol trinken und daraufhin die Kontrolle über sich und ihr Verhalten verlieren. Das kann zu gesundheitlichen Problemen oder sozialen Konflikten führen. Damit der Rausch nicht überhandnimmt, ist es hilfreich einige Tipps zu beherzigen.

Tipp 1: Alkohol niemals als Durstlöscher oder gegen Hunger nutzen

Insbesondere in den Sommermonaten werden Bier, Wein oder Cocktails häufig als erfrischende Durstlöscher genutzt. Bisweilen greift manch einer sogar zu alkoholhaltigen Drinks, um den Hunger zu stillen. Beides ist fatal. Weil Alkohol dem Körper Wasser entzieht und zudem den Appetit anregt, müssen die Betroffenen immer mehr trinken, weil sie sonst durstig oder hungrig werden. Zudem werden Drinks gegen den Durst häufig so schnell getrunken, dass der Organismus nicht ausreichend Zeit bekommt, um auf eine gefährlich hohe Menge reinen Alkohols mit den entsprechenden Warnsignalen zu reagieren. Was eben noch als heiterer Spaß begann, wird dann schnell zu einer Alkoholvergiftung und damit in einigen Fällen sogar zu einer lebensbedrohlichen Gefahr.

Tipp 2: Alkoholische Getränke nicht als Problemlöser missbrauchen

Viele Menschen neigen dazu mehr Alkohol zu trinken, als gut für sie ist, wenn sie unter Problemen leiden. Stress in der Familie, Schwierigkeiten im Job oder finanzielle Nöte führen dazu, dass Alkohol als Problemlöser missbraucht wird. Allerdings ist die durch den Alkohol hervorgerufene Entspannung meist nur von kurzer Dauer. Schnell kippt die Stimmung ins Gegenteil und die Sorgen und Nöte brechen mit noch größerer Gewalt über die Betroffenen hinein. Wer Bier oder Wein in großen Mengen trinkt, um die Schwierigkeiten des alltäglichen Lebens zu vergessen, verschlimmert die Situation dadurch meist noch mehr und rutscht gegebenenfalls zusätzlich noch in eine Alkoholsucht.

Tipp 3: Schnelles Trinken vermeiden

Menschen mit einem Alkoholproblem fallen häufig dadurch auf, dass sie binnen kurzer Zeit gleich mehrere Drinks konsumieren. So steht neben der Flasche Bier oft zusätzlich noch ein Schnaps auf dem Tresen. Die Folgen können verheerend sein. Schließlich geht Alkohol nicht schlagartig ins Blut über, sondern es dauert eine Weile, bis der Alkoholpegel steigt. Je schneller neuer Alkohol konsumiert wird, umso größer wird das Risiko für eine Alkoholvergiftung oder einen plötzlichen Zusammenbruch.

Tipp 4: Eigenes Limit einhalten oder gar nicht trinken

Wer sein persönliches Limit kennt, sollte dieses stets einhalten. Zwei oder drei Drinks pro Party sind meist gut verträglich und lösen nur in den seltensten Fällen einen Alkoholabsturz aus. Für den Fall, dass es schwerfällt das eigene Limit einzuhalten, sollte man sich gegebenenfalls früher von der Party zurückziehen. Für Menschen, die nach zwei oder drei Drinks nicht mit dem Trinken aufhören können, empfiehlt sich eine vollständige Alkoholpause. Gegebenenfalls liegt ein ernstzunehmendes Alkoholproblem vor, dem Betroffene unbedingt mit konsequenter Abstinenz begegnen sollten.

Tipp 5: Hilfe suchen

Menschen, die immer häufiger die Kontrolle über sich und ihren Alkoholkonsum verlieren, sollten sich möglichst schnell Hilfe suchen. Eventuell leiden sie nämlich bereits an einer Alkoholabhängigkeit – einer Krankheit, der nur die wenigsten Betroffenen aus eigener Kraft entkommen können. In der My Way Betty Ford Klinik helfen wir Ihnen zurück in ein selbstbestimmtes Leben ohne Alkoholabstürze und andere unangenehme Begleiterscheinungen des übermäßigen Alkoholkonsums. Im Rahmen eines stationären Alkoholentzugs begleiten wir Sie durch die körperliche Entgiftung und zeigen Ihnen in der Entwöhnungsphase, wie Sie Ihr neues Leben ohne Rückfälle und mit mehr Lebensfreude meistern. Lernen Sie individuelle Strategien im Umgang mit der Suchterkrankung und fassen mit unserer Hilfe neuen Lebensmut. In unserer Klinik für Alkoholentzug erhalten Sie weitere Informationen zu diesem Thema. Sprechen Sie mit uns!

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