Alkoholentwöhnung

Lesezeit:
Aktualisiert am: 11.03.2026
Kontinuierlich neue Inhalte im Suchtratgeber Alkohol

Fachlich geprüft

alle Inhalte der Webseite wurden von Ärzten geprüft

Wissen kompakt: Alkoholentwöhnung

Diese Kurzfassung bietet eine schnelle Orientierung zum Thema.

Definition: Alkoholentwöhnung ist die Behandlungsphase nach der körperlichen Entgiftung / qualifizierten Entzugsbehandlung, in der Betroffene die Ursachen und aufrechterhaltenden Faktoren ihrer Alkoholerkrankung ergründen und alternative Bewältigungsstrategien entwickeln.

Ziele: Psychische Entwöhnung vom Alkohol, Entwicklung tragfähiger Handlungsalternativen, langfristige Rückfallprophylaxe sowie soziale und berufliche Reintegration.

Ablauf: Die Entwöhnungsbehandlung sollte möglichst nahtlos an die Entgiftung bzw. den qualifizierten Alkoholentzug anschließen, um Rückfälle in der Übergangszeit zu verhindern.

Therapien: Multiprofessionelle Behandlung mit evidenzbasierten Psychotherapieverfahren (z. B. kognitive Verhaltenstherapie, motivierende Gesprächsführung), ergänzt durch Entspannungs- und Kreativangebote, Psychoedukation, Sport, Bewegungstherapie, sozialtherapeutische Angebote.

Dauer: Stationäre Therapien zur Alkoholentwöhnung dauern meist etwa 8–16 Wochen, ambulante Programme häufig länger. Spezialisierte Privatkliniken bieten verkürzte Behandlungskonzepte mit hochfrequenten Therapien ab 28 Tagen an.

Symptome: Typische Beschwerden in dieser Phase sind anhaltender Suchtdruck (Craving), erhöhte Stresssensibilität, Ängste, depressive Verstimmung, Schlafstörungen und ggf. kognitive Beeinträchtigungen.

Anlaufstellen: Stationäre Reha‑Kliniken der gesetzlichen Kostenträger oder private Suchtkliniken. Eine teilstationäre / ambulante Entwöhnung kommt nur für Betroffene in sehr engen Grenzen, bei stabiler Abstinenzmotivation und guter sozialer Unterstützung in Betracht.

Erfolgsfaktoren: Aktive Mitarbeit der Betroffenen, passgenaue Rückfallprophylaxe, individuell geplante Nachsorge mit langfristiger suchtbezogener Betreuung und Einbezug des sozialen Umfelds.

Inhalt

    Was ist eine Alkoholentwöhnung?

    Mit Alkoholentwöhnung bezeichnet man die Phase, die sich an die körperliche Entgiftung bzw. die qualifizierte Entzugsbehandlung anschließt. Sie ist ein zentraler Baustein der Behandlung von Suchterkrankungen und wird in der Regel im Rahmen einer medizinischen Rehabilitation (Suchtrehabilitation) durchgeführt.

    Im Mittelpunkt steht die Aufarbeitung und Bewältigung der Alkoholsucht mithilfe eines multimodalen Behandlungskonzepts im Einzel‑ und Gruppensetting. Betroffene lernen, auslösende und aufrechterhaltende Faktoren ihrer Sucht sowie suchtfördernde Verhaltensmuster zu erkennen und erarbeiten alternative Verhaltens‑ und Bewältigungsstrategien, um dauerhaft abstinent leben zu können. Wichtig ist in dieser Phase auch die gezielte Behandlung von Begleiterkrankungen wie Depressionen, ADHS, Traumafolgestörungen oder Angststörungen, da diese zur Aufrechterhaltung einer Suchterkrankung beitragen können.

    2 Personen halten Hände

    Ohne Sucht leben lernen in 28 Tagen

    Wir begleiten Sie auf dem Weg zurück in ein erfülltes Leben – empathisch, erfahren, mit hochfrequenten Therapien. Bei freien Kapazitäten ist eine kurzfristige Aufnahme, auch bei Intoxikation, möglich. Hier erfahren Sie mehr über die Entzugsbehandlung in der My Way Betty Ford Klinik.

    Ihr Weg in ein neues Leben

    Was ist der Unterschied zwischen Alkoholentwöhnung, Entzug und Entgiftung?

    Die Begriffe Alkoholentwöhnung, Entgiftung und Entzug werden häufig synonym verwendet. Dabei bezeichnen sie unterschiedliche Phasen eines vollständigen Alkoholentzugs:

    Begriff Bedeutung Dauer Ziel
    Entgiftung Akutmedizinische Behandlung der Intoxikation und des beginnenden Entzugssyndroms wenige Tage Körperliche Stabilisierung, Behandlung von Entzugssymptomen, Prophylaxe von Komplikationen, Behandlungsplanung
    (Qualifizierte)
    Entzugsbehandlung
    Akutmedizinische Behandlung des Entzugssyndroms u. psychosoziale Behandlung, inkl. Diagnostik und Motivationsarbeit ca. 2–3 Wochen Sichere Bewältigung des Entzugs, Förderung der Entzugs- und Abstinenzmotivation, Behandlungsplanung, Vorbereitung der Entwöhnung
    Entwöhnung Suchttherapeutische Behandlung mit Fokus auf Verhaltensänderung und Teilhabe mehrere Wochen bis Monate Stabilisierung der Abstinenz, soziale und berufliche Reintegration, Rückfallprophylaxe, Vorbereitung der Nachsorge

     

    Welche Phasen umfasst eine Alkoholentwöhnung?

    Alkoholentwöhnung ist ein mehrwöchiger Rehabilitationsprozess, dessen Dauer und Verlauf unter anderem von der Schwere und der Dauer der Abhängigkeit, vorhandenen Begleiterkrankungen sowie den persönlichen Ressourcen beeinflusst werden. Die folgenden Phasen sind nicht streng voneinander getrennt, sondern greifen ineinander über.

    Frühe Therapiephase der Entwöhnung

    Zu Beginn der Entwöhnungsbehandlung liegt der Schwerpunkt auf Diagnostik und Therapieplanung. Gemeinsam mit dem Bezugstherapeuten und in Gruppenangeboten werden die individuelle Suchthistorie, sowie suchtfördernde Verhaltensmuster, Lebensumstände und Risikokonstellationen herausgearbeitet.

    Ziel ist es, neue, funktionale Bewältigungs- und Verhaltensstrategien zu entwickeln und im geschützten Rahmen einzuüben. Psychische und somatische Begleiterkrankungen werden diagnostiziert und mitbehandelt, da sie unbehandelt das Rückfallrisiko deutlich erhöhen.

    Rückfallprophylaxe

    Ein zentraler Schwerpunkt der Entwöhnung ist die Rückfallprophylaxe. Patientinnen und Patienten identifizieren gemeinsam mit ihrem Therapeuten rückfallkritische Situationen, Gedanken und Gefühle. Ziel ist es, diese frühzeitig zu erkennen und passende Bewältigungsstrategien zu entwickeln und einzuüben, um sie im Ernstfall abrufen und anwenden zu können. Alkoholabhängige erlernen u. a. Techniken zur Spannungs- und Emotionsregulation, zum Umgang mit Suchtdruck (Craving), erstellen gemeinsam mit ihrem Therapeuten einen individuellen Notfallplan und vereinbaren, was im Falle eines Rückfalls zu tun ist.

    Dass Alkoholabhängige erneut zum Alkohol greifen, kommt häufig vor. Etwa 50–70 % werden innerhalb von drei Monaten rückfällig.1 Ein Jahr nach Behandlungsende beträgt die Abstinenzquote noch ca. 1/3.2 Die Zahlen machen deutlich, wie wichtig eine gute Nachsorge und die Verfügbarkeit von ambulanten und stationären Hilfesystemen in Krisensituationen ist. Betroffene sollten einen Rückfall in alte Verhaltensmuster deshalb nicht als persönliches Versagen oder Scheitern interpretieren, sondern als Anlass nehmen, um Bewältigungsstrategien, Hilfebedarf und Ziele zu überprüfen.

    Nachsorgevorbereitung

    Ein weiterer wichtiger Bestandteil der Entwöhnung ist die Vorbereitung einer individuellen Nachsorge. Ziel ist eine nahtlose Anbindung an weiterführende Hilfen, um die erreichten Fortschritte im Alltag langfristig zu stabilisieren. Hierfür gibt es eine Vielzahl an Angeboten:

    • ambulante Psychotherapie am Heimatort oder online durch erfahrene Suchttherapeuten,
    • gegebenenfalls eine medikamentöse Rückfallprophylaxe,
    • kurze Intervalltherapien zur Abstinenzfestigung,
    • Angebote zur beruflichen Wiedereingliederung sowie
    • die Teilnahme an Nachsorge- und Selbsthilfegruppen.

    Ein gut auf die Lebenssituation des einzelnen Patienten zugeschnittenes Nachsorgekonzept ist ein entscheidender Faktor für eine langfristige Abstinenz und Teilhabe.

    Warum ist eine Alkoholentwöhnung entscheidend für die Bewältigung einer Alkoholsucht?

    Begleiterkrankungen GrafikViele Betroffene fürchten sich vor einem Alkoholentzug, weil sie mit schweren körperlichen Entzugserscheinungen rechnen. Allerdings lassen sich diese gut mit gezielten Therapien und ggf. auch medikamentös lindern. Die unangenehmen Symptome der Entgiftung klingen in der Regel nach wenigen Tagen ab. Deutlich länger bestehen die psychischen Folgen der Abhängigkeit.

    Wenn nach einer Entgiftung oder einem qualifizierten Entzug keine tragfähigen Bewältigungsstrategien etabliert wurden, können das starke Verlangen nach Alkohol (Craving) sowie unzureichend behandelte Begleiterkrankungen das Suchtverhalten erneut aktivieren. Genau hier setzt die Alkoholentwöhnung an: Sie hilft im Umgang mit Suchtdruck, Suchtauslösern und parallel vorliegenden psychischen und/oder körperlichen Erkrankungen.

    Craving besteht über lange Zeiträume

    Craving (Suchtverlangen) ist ein komplexes Phänomen, das durch alkoholbedingte Veränderungen im Gehirn sowie Lern‑ und Konditionierungsprozessen entsteht. Betroffene beschreiben es häufig als sehr starkes, mitunter kaum kontrollierbares Verlangen, Alkohol zu trinken. Ausgeprägtes Craving nach einem Entzug ist ein Risikofaktor für Rückfälle.3 Da es über lange Zeiträume immer wieder auftreten kann, auch noch Jahre nach einer Therapie, ist die Entwicklung einer langfristigen Strategie im Umgang mit dem Suchtverlangen notwendig.

    Individuelle Risikosituationen erkennen

    In der Entwöhnung lernen Betroffene, dem Suchtverlangen nicht automatisch nachzugeben, sondern es wahrzunehmen und anders darauf zu reagieren. Dazu gehören zum Beispiel Ablenkung, das bewusste Aufsuchen von Unterstützung, das bewusste Verlassen von Risikosituationen, aber auch die Anwendung von achtsamkeits- und akzeptanzbasierten Methoden, bei denen das Verlangen beobachtet wird, ohne ihm nachzugeben. Untersuchungen deuten darauf hin, dass Strategien wie Unterdrückung oder Wegschieben von Gedanken Craving in manchen Situationen sogar verstärken können. Achtsamkeitsbasierte und kognitiv‑verhaltenstherapeutische Ansätze sind häufig günstiger.4 Entscheidend ist es, während der Entwöhnung individuell passende Strategien zu finden und zu festigen.

    Umgang mit Stress und Konflikten erlernen

    Stress, ungelöste Konflikte und ungünstige Stress‑ und Konfliktbewältigungsstrategien spielen bei vielen Menschen mit einer Alkoholabhängigkeit eine wichtige Rolle bei der Entstehung und Aufrechterhaltung der Sucht. Deshalb ist ein zentraler Bestandteil der Entwöhnung, neue Wege im Umgang mit Belastungen zu erlernen: etwa Problemlösetechniken, den Aufbau von sozialer Unterstützung, Methoden zur Entspannungs- und Emotionsregulation sowie das Setzen klarer Grenzen bei drohender Überforderung. Wer lernt, Stress und Konflikte ohne Alkohol zu bewältigen, senkt das Rückfallrisiko deutlich und stärkt die Chance auf eine stabile, langfristige Abstinenz.

    Wird eine Alkoholentwöhnung ambulant oder stationär durchgeführt?

    Ob eine Alkoholentwöhnung ambulant oder stationär durchgeführt werden kann, ist von verschiedenen Faktoren abhängig. Dazu zählen unter anderem die Schwere der Erkrankung, das Risiko möglicher Komplikationen, parallel bestehende körperliche oder psychische Begleiterkrankungen, das häusliche Umfeld, die berufliche Situation und die Motivation des Betroffenen.

    Stationäre Alkoholentwöhnung

    Eine stationäre Alkoholentwöhnung in einer gesetzlichen Rehaklinik oder einer privaten Entzugsklinik für Alkohol ist in jedem Fall anzuraten, wenn ausgeprägter oder jahrelanger Alkoholismus, schwere körperliche und/oder psychische Begleiterkrankungen, eine hohe Rückfallgefahr oder ein instabiles soziales Umfeld vorliegen.

    Die Patientinnen und Patienten sind über mehrere Wochen vollstationär in der Klinik untergebracht, d. h. auch am Wochenende, erhalten ein strukturiertes, multiprofessionelles Therapieprogramm und sind vor trinkauslösenden Reizen ihres Alltags weitgehend geschützt. Dieses Setting ermöglicht eine engmaschige medizinische Begleitung und Überwachung sowie eine intensive psychotherapeutische Behandlung.

    Teilstationäre Alkoholentwöhnung

    Bei der teilstationären bzw. ganztägig ambulanten Entwöhnung nehmen Betroffene tagsüber an einem vollumfänglichen Therapieprogramm in der Einrichtung teil und verbringen Abende und Wochenenden zu Hause. Dieses Behandlungsformat eignet sich für Betroffene mit ausreichender Stabilität, hoher Abstinenzmotivation und Unterstützung im häuslichen Umfeld, wenn sie eine enge therapeutische Struktur benötigen, etwa wegen erhöhter Rückfallgefahr. Die medizinische und psychosoziale Behandlung entspricht in Qualität und Intensität weitgehend den Standards der stationären Rehabilitation.

    Ambulante Alkoholentwöhnung / Alkoholentwöhnung zu Hause

    Eine ambulante Entwöhnung vom Alkohol wird von kommunalen Suchtberatungsstellen und Suchtmedizinern angeboten und umfasst Einzel- und Gruppengespräche. Sie erstreckt sich in der Regel über 6 bis 12 Monate und ist in engen Grenzen nur für Betroffene mit stabiler Abstinenzmotivation, belastbarem sozialen Umfeld, gesicherter Alltagsstruktur und gut ambulant behandelbaren Begleiterkrankungen geeignet. Die Verantwortung für Rückfallprophylaxe und Alltagsumsetzung liegt stärker beim Betroffenen selbst.

    Welche Therapien unterstützen die Alkoholentwöhnung?

    Laut aktueller S3-Leitlinie wird bei einer Alkoholabhängigkeit eine Komplexbehandlung empfohlen, bei der verschiedene Interventionen und Therapiebausteine kombiniert und durch ein multiprofessionelles Team begleitet werden. Empfohlen werden unter anderem:5

    • Motivierende Gesprächsführung (Motivational Interviewing)
    • (Kognitive) Verhaltenstherapie, ggf. mit Kontingenzmanagement
    • Angehörigenarbeit
    • Paartherapie
    • Psychodynamische Kurzzeittherapie
    • Angeleitete Patientengruppen
    • Cognitive Bias Modification (CBM-Training)
    • ergänzend künstlerische Therapien wie Kunst‑ oder Musiktherapie.

    Darüber hinaus führt die aktuelle S3‑Leitlinie weitere Verfahren auf, die im Rahmen der Alkoholentwöhnung eingesetzt werden, deren Wirksamkeit in Studien aber noch nicht ausreichend belegt ist:

    • Achtsamkeitsbasierte Therapien zur Rückfallprävention
    • Systemische Therapie zur Identifikation und Bearbeitung suchtbegünstigender Faktoren im Lebensumfeld
    • Biofeedback‑Verfahren zur Unterstützung der Stress‑ und Emotionsregulation
    Außenansicht my way betty ford klinik

    Spezialisierte Entzugsklinik

    Intensivtherapie bei Abhängigkeit von Alkohol, Medikamenten, Drogen – mit Behandlung von Begleiterkrankungen.

    • 24 Std. erreichbar
    • 24 Std. ein Arzt im Haus
    • Entgiftungen
    • erfolgreiches Therapiekonzept
    • 5 Einzel- und 5 Gruppentherapien/Woche
    • Therapie von Begleiterkrankungen
    • viele zusätzliche Therapieangebote
    • hoher Betreuungsschlüssel
    • hotelähnliches Ambiente
    Jetzt diskret anfragen!

    Werden Begleiterkrankungen im Rahmen der Alkoholentwöhnung behandelt?

    Ja, Begleiterkrankungen sollten im Rahmen der Alkoholentwöhnung grundsätzlich mitbehandelt werden, weil sie den Verlauf und das Rückfallrisiko beeinflussen. Komorbide psychische Störungen wie auch somatische Begleiterkrankungen müssen systematisch erfasst, hinsichtlich ihrer Behandlungsindikation geprüft und mitbehandelt werden.

    Behandlung psychischer Begleiterkrankungen
    • Depressionen und Angststörungen sind bei Menschen mit Alkoholabhängigkeit sehr häufig und verschlechtern die Prognose, wenn sie nicht leitliniengerecht mitbehandelt werden.
    • Traumafolgestörungen wie die Posttraumatische Belastungsstörungen (PTBS) und eine Alkoholabhängigkeit verstärken sich gegenseitig. Um die Gefahr von Rückfällen zu reduzieren und die PTBS-Symptome zu lindern, ist eine integrierte Behandlung erforderlich.6
    • Menschen mit ADHS haben ein höheres Risiko für die Entwicklung einer Alkoholproblematik. Die Kombination beider Erkrankungen erhöht zudem das Risiko für weitere seelische Erkrankungen. Deshalb ist es wichtig, beide Störungen gleichzeitig zu behandeln.7
    Behandlung somatischer Begleiterkrankungen

    Menschen, die unter chronischen Schmerzen leiden, haben nachgewiesenermaßen nicht nur ein höheres Risiko für die Entwicklung einer Medikamentenabhängigkeit, sondern auch für einen hohen Alkoholkonsum.8 Im Zuge der Alkoholentwöhnung müssen also auch körperliche Erkrankungen adäquat behandelt werden.

    Sucht erkennen – Sucht überwinden

    Der Schlüssel zur erfolgreichen Überwindung der Sucht liegt immer im Verstehen der Ursachen und dem Entwickeln von individuellen Strategien für den Umgang mit suchtauslösenden Situationen. Mit professioneller Hilfe können Sie sich aus der Sucht befreien und in ein selbstbestimmtes Leben zurückfinden.

    Wie lange dauert eine Alkoholentwöhnung?

    Die Dauer der Alkoholentwöhnung wird von verschiedenen Faktoren beeinflusst. Dazu zählt die Schwere der Suchterkrankung (Dauer der Abhängigkeit und Höhe des Alkoholkonsums), mögliche Mehrfachabhängigkeiten (zusätzlicher Konsum von Medikamenten, Cannabis, Kokain u. ä.), körperliche und/oder psychische Begleiterkrankungen, die individuelle Motivation und Selbstreflexionsfähigkeit sowie das soziale und berufliche Umfeld. Überdies gibt es Unterschiede zwischen den verschiedenen Hilfesystemen:

    Gesetzliche Rentenversicherung

    Die Deutschen Rentenversicherung bietet verschiedene Therapieoptionen zur Alkoholentwöhnung, die sich in ihrer Dauer stark unterscheiden.9 Die angegebene Behandlungsdauer bezieht sich ausschließlich auf die Entwöhnung in einer gesetzlichen Rehaklinik für Suchterkrankungen und umfasst nicht die vorangehende Phase der Entgiftung und des qualifizierten Entzugs in einer Akutklinik. Diese Phase liegt zeitlich vor der Entwöhnungsbehandlung. Meist kommt es zwischen der Akutbehandlung und der Suchtrehabilitation zu mehrwöchigen Wartezeiten, sodass sich die Gesamtbehandlungsdauer noch einmal deutlich verlängert.

    • stationäre Kurzzeittherapie: regulär 8 Wochen
    • stationäre Standardtherapie: bis zu 15 Wochen
    • ganztägig ambulante Therapie: bis zu 14 Wochen
    • ambulante Entwöhnungstherapie: 6 bis 12 Monate, maximal 18 Monate
    Private Entzugsklinik für Alkohol

    Wenn Entgiftung, Entwöhnung und intensive Psychotherapie in einem integrierten Konzept angeboten werden, kann sich die Behandlungsdauer deutlich verkürzen. Die My Way Betty Ford Klinik bietet beispielsweise einen Alkoholentzug innerhalb von 28 Tagen an. Bei schweren Erkrankungsbildern oder Komorbiditäten muss allerdings auch hier mit einer längeren Behandlung gerechnet werden, um die nötige Alltagsstabilität zu erreichen.

    Häufige Fragen und Antworten – FAQs

    Was passiert nach der Alkoholentwöhnung in der Klinik?

    An die Alkoholentwöhnung in der Klinik sollte sich in jedem Fall eine individuelle Nachsorge anschließen, da die Alkoholsucht im Gehirn dauerhafte Lernspuren („Suchtgedächtnis“) hinterlässt. Das hat zur Folge, dass Orte oder Stimmungen selbst nach Jahren noch den Wunsch auslösen können, Alkohol zu konsumieren und damit Rückfälle provozieren.

    Eine individuelle Nachsorge mit ambulanter Psychotherapie, der Behandlung von Begleiterkrankungen und dem Besuch von Selbsthilfegruppen kann Betroffene bei der Bewältigung solch alltäglicher Situationen unterstützen. In Krisenzeiten bieten sich kurze Intervalltherapien in einer Alkoholentzug-Klinik an, um die Abstinenz zu festigen, den Suchtdruck zu bewältigen und erneuten Alkoholkonsum zu verhindern.

    Warum ist eine Aufarbeitung von Suchtursachen so wichtig?

    Alkoholismus entwickelt sich aus einem komplexen Zusammenspiel biologischer, psychischer und sozialer Faktoren, von denen viele den Betroffenen zunächst gar nicht bewusst sind. Psychotherapie hilft, die persönlichen Risikofaktoren und Auslöser zu erkennen, einzuordnen und durch neue Bewältigungs- und Verhaltensstrategien zu ersetzen, um in kritischen Situationen nicht automatisch wieder zum Alkohol zu greifen.

    Was passiert bei einem Alkoholrückfall?

    Für drohende Rückfallsituationen legen Therapeutinnen und Therapeuten mit Betroffenen einen kurzen Notfallplan fest: Alkoholkonsum sofort stoppen, die Situation verlassen, Unterstützung holen und zeitnah die Behandlung anpassen. Solche Pläne können dennoch versagen, etwa bei starkem Stress, überwältigenden Gefühlen oder fehlender Erreichbarkeit von Hilfen. Deshalb werten Ärzte und Therapeuten einen Rückfall nicht als persönliches Versagen, sondern als Signal, dass Notfallpläne, Psychotherapie und Nachsorge angepasst werden müssen.

    Wie können Familie und Freunde während der Entwöhnung unterstützen?

    Familie und Freunde können die Entwöhnung unterstützen, indem sie sich über die Erkrankung informieren, die Mechanismen einer Alkoholabhängigkeit besser verstehen und passende Hilfsangebote (z. B. Angehörigenseminare, Selbsthilfegruppen für Angehörige) nutzen. Eine offene, respektvolle und vorwurfsfreie Kommunikation hilft, Vertrauen zu stärken. Gleichzeitig sollten Angehörige weder übermäßigen Druck ausüben noch dem Alkoholkranken alle belastenden Aufgaben abnehmen.

    Wer übernimmt die Kosten für eine Entwöhnungsbehandlung?

    Die Kosten für die Entwöhnungsbehandlung (medizinische Rehabilitation) werden für gesetzlich Versicherte in der Regel von der Deutschen Rentenversicherung (DRV) getragen, wenn die Rehaklinik einen Versorgungsvertrag mit dieser hat. Ist die DRV nicht zuständig, weil bestimmte versicherungsrechtliche Voraussetzungen nicht erfüllt sind, übernimmt meist die gesetzliche Krankenversicherung, in Einzelfällen das Sozialamt. Kosten für private Kliniken für Alkoholentzug und Alkoholentwöhnung werden in der Regel nicht übernommen, sondern müssen selbst finanziert werden. Einige wenige gesetzliche Krankenversicherungen übernehmen auf freiwilliger Basis zumindest teilweise die Kosten für die Entgiftungsbehandlung dort. Dies muss aber in jedem Fall vorab geklärt werden.

    Privatversicherte sowie Beihilfe-Berechtigte müssen eine Kostenübernahme immer mit ihrer privaten Krankenversicherung bzw. Beihilfestelle klären. Je nach Tarif können die Kosten für die Entgiftung und zum Teil auch für die Entwöhnungsbehandlung erstattet werden. Es gibt aber auch Verträge mit Sucht‑/Alkoholklauseln, bei denen Entziehungs- und Rehamaßnahmen ganz oder teilweise ausgeschlossen sind, sodass Betroffene die Kosten ganz oder anteilig selbst tragen müssen. Seriöse Privatkliniken informieren vorab über die voraussichtlichen Kosten der ärztlichen und therapeutischen Behandlung und erstellen einen individuellen Kostenplan. Hier finden Sie mehr Informationen zur Kostenübernahme.

    Was sind Risiken einer Alkoholentwöhnung zu Hause?

    Bei einer Alkoholentwöhnung zu Hause bestehen Risiken vor allem darin, dass Betroffene im Alltag leichter mit gewohnten Auslösern in Kontakt kommen. Eine ambulante Entwöhnung eignet sich daher in engen Grenzen für Menschen mit stabiler Abstinenzmotivation, verlässlicher sozialer Unterstützung und klaren Vereinbarungen, wie mit Rückfallrisiken umgegangen wird.

    Lässt sich die Alkoholentwöhnungsdauer verkürzen?

    Ärztlich verordnete Medikamente können die Entwöhnung gegebenenfalls unterstützen, indem sie zum Beispiel das Suchtverlangen (Craving) lindern. Eine Verkürzung der Entwöhnungsdauer ist durch sie aber nicht möglich, da sie nur auf die Symptome einwirken.

    Manche Suchtkranke glauben, dass sich die Alkoholentwöhnung durch einen kalten Entzug oder die Einnahme von Medikamenten verkürzen ließe. Hierbei handelt es sich jedoch um einen Trugschluss: Bei einem kalten Entzug können schwere körperliche Entzugserscheinungen auftreten, insbesondere bei lange bestehender Abhängigkeit, hohem Alkoholkonsum und bestimmten Begleiterkrankungen, weshalb von dieser Variante nur abzuraten ist. Sie kann schlimmstenfalls lebensgefährlich werden.

    Warum sind Abstinenzmotivation und Änderungsbereitschaft entscheidend für den Erfolg?

    Die Bereitschaft zur Veränderung spielt eine zentrale Rolle für den Erfolg der Alkoholentwöhnung. Entscheidend ist dabei weniger, dass Betroffene schon vor Therapiebeginn „voll motiviert“ sind, sondern vielmehr, dass sie während der Behandlung die nötige Änderungs- und Abstinenzmotivation aufbauen. Eine externe Motivierung reicht allein nicht aus, um den Konsum nachhaltig zu beenden.

    Ihr Kontakt zur My Way Betty Ford Privatklinik

    Eine Alkoholentwöhnung in der My Way Betty Ford Klinik verläuft individuell und intensiv. In je 5 Einzel- und Gruppentherapien pro Woche gehen die Betroffenen die zugrundeliegende Problematik gezielt an und erarbeiten neue Lösungsstrategien. Wir bieten Ihnen:

    • ein langjährig bewährtes und zertifiziertes Therapiekonzept
    • die Entgiftung und Entwöhnung in einem Behandlungsschritt
    • maximale Diskretion und Anonymität durch Aliasnamen
    Person steigt eine Treppe herauf und hält eine Fahne in der Hand. Auf einem Schild steht JA zum suchtfreien Leben.






      Lesen Sie auch

      Alkoholsucht-Hilfe

      Alkoholiker erkennen

      Alkoholismus-Folgen

      Alkoholsucht bekämpfen

      Alkoholsucht-Test

      Informationen aus der Presse Alkoholentzug

      My Way Betty Ford Klinik prämiert Entstigmatisierungs-Initiativen beim Deutschen Suchtkongress

      Jetzt informieren

      „Erfolgreiche Suchttherapie durch Behandlung der psychischen Grunderkrankung“ – Gesundheitsbote NRW

      Jetzt informieren

      „Bestmöglich den Weg aus der Sucht schaffen“ – Veröffentlichung zum Thema „Frauengesundheit“ als Beilage zur Welt, Juni 2019

      Jetzt informieren

      „Beim Verzicht zählt jeder Tag“ – Focus Online, Januar 2019

      Jetzt informieren

      „Entgiften Sie Ihren Körper: Schluss mit Alkohol, Zigaretten & Co.“ – Gesundes Bayern, November 2018

      Jetzt informieren

      „Wie Stars mit der My Way Betty-Ford-Methode von Drogen loskommen“ – Focus, August 2018

      Jetzt informieren

      „Wo die Promis ihre Süchte bekämpfen: So verläuft die Therapie in der My Way Betty Ford Klinik“ – Stern, August 2018

      Jetzt informieren

      „My Way Betty Ford Klinik setzt auf Diskretion“ – infranken.de, Juli 2013

      Jetzt informieren

      „Suchtklinik für Manager“ – Deutschlandradio, November 2006

      Jetzt informieren

      „Agenda: Trinker in Nadelstreifen“ – Financial Times Deutschland, November 2006

      Jetzt informieren

      Aktuelle Fachbeiträge zum Thema Alkoholentzug

      Die stille Epidemie: Stigmatisierung verschärft Suchtkrankheiten

      Jetzt informieren

      Suchtverhalten wird häufig durch psychische Erkrankungen ausgelöst

      Jetzt informieren

      Legalisierter Cannabis-Konsum und das Risiko chronischer Psychosen

      Jetzt informieren

      (K)ein Leben mit Drogen: Wenn Wahn und Beziehungslosigkeit das Leben bestimmen

      Jetzt informieren

      Coitus und Sucht – ein Teufelskreis aus Versagensängsten und Erfolgsdruck

      Jetzt informieren

      Dreiphasiges Therapie-Modell für einen erfolgreichen Drogenentzug

      Jetzt informieren

      My Way Betty Ford Klinik fordert situationsgerechten Umgang mit Co-Abhängigkeit

      Jetzt informieren

      Meist verleugnet oder bagatellisiert: Sucht ist ein gefährliches gesellschaftliches Tabu

      Jetzt informieren

      Fachlich geprüft

      alle Inhalte der Webseite wurden von Ärzten geprüft

      Quellenangaben

      1 Esanum: „Dr. Miriam Sebold auf dem DGPPN: Alkohol-Entzugstherapie – wer wird rückfällig?“, https://www.youtube.com/watch?v=pkWUhb35O1A&t=6s (Datum des Zugriffs: 03.03.2026)

      2 Bundesverband Suchthilfe e. V.: „Auswertung der Katamnesedaten des Entlassungsjahrgangs 2022“, S. 24, https://www.bar-frankfurt.de/fileadmin/dateiliste/09__Bus_Suchthilfe_Auswertung_Katamnesedaten_2025_für_2022.pdf (Datum des Zugriffs: 03.03.2026)

      3 Matthew E Stohs, Terry D Schneekloth, Jennifer R Geske, Joanna M Biernacka, Victor M Karpyak, Alcohol Craving Predicts Relapse After Residential Addiction Treatment, Alcohol and Alcoholism, Volume 54, Issue 2, March 2019, Pages 167–172, https://doi.org/10.1093/alcalc/agy093, https://academic.oup.com/alcalc/article-abstract/54/2/167/5363992 (Datum des Zugriffs: 19.02.2026)

      4 Enkema MC, Hallgren KA, Neilson EC, Bowen S, Bird ER, Larimer ME. Disrupting the path to craving: Acting without awareness mediates the link between negative affect and craving. Psychol Addict Behav. 2020 Aug;34(5):620-627. doi: 10.1037/adb0000565. Epub 2020 Mar 5. PMID: 32134279; PMCID: PMC7394723, https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC7394723/ (Datum des Zugriffs: 19.02.2026)

      5 Kiefer, F., Hoffmann, S., Petersen, K.U.; Batra A.: „S-3 Leitlinie: Screening, Diagnose und Behandlung alkoholbezogener Störungen”. Federführende Fachgesellschaften: Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN), Deutsche Gesellschaft für Suchtforschung und Suchttherapie e.V. (DG-SUCHT), Springer Verlag, Heidelberg, 2. Auflage 2022. Ebenfalls verfügbar unter: https://www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/076-001.html, (Datum des Zugriffs: 19.02.2026)

      6 Lüddeckens, Th.: „Alkohol und Trauma“, In: Psychiatrie & Neurologie, 1/2014, S. 20 ff., https://www.rosenfluh.ch/media/psychiatrie-neurologie/2014/01/Alkohol_und_Trauma.pdf, (Datum des Zugriffs: 19.02.2026)

      7 Preuss, U., Hesselbrock, V., Hesselbrock, M., & Research Group, C. (2025). „Komorbidität von ADHS und alkoholbezogene Störungen“. Deutscher Suchtkongress, 2(1), 2157. https://doi.org/10.18416/DSK.2025.2157, (Datum des Zugriffs: 19.02.2026)

      8 Meinrenken, S.: „Selbstmedikation mit Alkohol führt regelmäßig in die Abhängigkeit“, 20.02.2024, https://medical-tribune.ch/news/medizin/90011163/selbstmedikation-mit-alkohol-fuehrt-in-die-abhaengigkeit/ (Datum des Zugriffs: 19.02.2026)

      9 Deutsche Rentenversicherung: „Entwöhnungsbehandlung – ein Weg aus der Abhängigkeit“, Broschüre, 19. Auflage (8/2024), S. 13 f, Download unter: https://www.deutsche-rentenversicherung.de/SharedDocs/Downloads/DE/Broschueren/national/entwoehnungsbehandlung.html  (Datum des Zugriffs: 19.02.2026)

      Disclaimer

      Wichtige Hinweise für unsere Leserschaft

      Haftungsausschluss

      Die Inhalte unseres Suchtratgebers wurden von anerkannten Suchtmedizinern geprüft. Trotzdem dürfen sie nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden. Dies gilt insbesondere, aber nicht ausschließlich, für Aussagen zur medikamentösen Behandlung und Begleitung eines Entzugs.
      Die Informationen unseres Ratgebers können einen Arztbesuch nicht ersetzen, sie können aber als Motivation und Gesprächsgrundlage für einen Besuch bei Ihrem Hausarzt oder einer Suchtberatungsstelle dienen. Wenn Sie glauben, sie könnten ein Suchtproblem haben, können Sie sich auch gerne direkt an uns wenden.
      Ein Haftungsausschluss besteht überdies für Aussagen zur Übernahme von Kosten durch Leistungserbringer wie Krankenkassen und Rentenversicherungen, da sich die Gesetzeslage hier rasch ändern kann. Wenn sie Fragen zur Kostenübernahme für einen stationären Aufenthalt in der My Way Betty Ford Klinik haben, schreiben Sie uns gerne oder rufen Sie uns an. Wir haben individuelle Lösungen für alle Arten von Versicherungen.

      Aktualität

      Unser Expertenteam überarbeitet und aktualisiert unsere Ratgeberseiten regelmäßig, sollten Sie dennoch etwas entdecken, dass Ihrer Meinung nach nicht korrekt ist, schreiben Sie uns gerne. Wir werden die entsprechenden Passagen zeitnah prüfen.

      Gendergerechte Sprache

      Wir verzichten zugunsten einer leichteren Lesbarkeit auf geschlechtsspezifische Differenzierungen in unseren Texten. Männliche und weibliche Formen inkludieren vorurteilsfrei alle Geschlechter. Die My Way Betty Ford Klinik versteht sich ausdrücklich als diskriminierungsfreie, genderoffene Einrichtung für alle Menschen.

      Wissenschaftlicher Beirat

      • Unabhängige Beratung durch namhafte Mediziner der Suchtmedizin und Psychotherapie
      • Kontinuierliche Qualitätsverbesserungen unseres langjährig bewährten Therapiekonzepts
      • Regelmäßige Mitarbeiterschulungen gemäß neuesten suchtmedizinischen Erkenntnissen

      Über den wissenschaftlichen Beirat

      24 Stunden Direktkontakt

      0800 / 55 747 55 - oder - * für Anrufe aus dem Ausland +49 180 / 55 747 55 *





        Bitte beachten Sie unsere Angaben zum Datenschutz.