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Alkoholentzug und Angst: Wenn der Verzicht auf Alkohol Angst macht

Ein gelegentlicher Alkoholkonsum ist für die meisten Menschen gänzlich unproblematisch. Sich zu besonderen Anlässen oder an einem Wochenende mal ein Gläschen zu gönnen, bringt einen gesunden Körper normalerweise nicht in Bedrängnis. Anders sieht es dagegen bei Personen aus, die einen starken Alkoholkonsum pflegen und regelmäßig große Mengen trinken. Für sie hat das Genussmittel längst seinen unverfänglichen Charakter verloren und allein der Gedanke daran, wenige Stunden oder gar mehrere Tage auf Alkohol zu verzichten, löst starke Befürchtungen aus. Für diese Menschen ist die Vorstellung von einem Alkoholentzug vor allem mit einem Gefühl verbunden: Angst – und das auf mehreren Ebenen.

Warum haben Alkoholiker vor einem Alkoholentzug Angst?

Menschen, die regelmäßig viel Alkohol trinken und eine Abhängigkeit von diesem Suchtstoff entwickelt haben, missbrauchen die psychoaktive Substanz häufig als eine Art Problemlöser. Indem sie trinken, versuchen sie Schlafprobleme zu regulieren, Depressionen zu überwinden, Existenzängste zu betäuben oder Trauer und Kummer zu bewältigen. Weil die Alkoholsucht kein eindimensionales Problem darstellt, sondern auf vielen Ebenen wirksam ist, spricht man auch von multikausalen Faktoren. Schließlich können soziale, psychische und genetische Ursachen zusammentreffen und den krankhaften Alkoholkonsum bedingen. Viele Suchtkranke befürchten, nach dem Entzug vom Alkohol all die Probleme, die ursächlich für den Konsum waren, allein und ohne die Hilfe alkoholischer Getränke bewältigen zu müssen. Hier ist es wichtig, die richtige Klinik zu finden.

Warum haben Suchtkranke Angst zuzugeben, dass sie Alkoholiker sind?

Alkoholentzug und Angst: Wenn der Verzicht auf Alkohol Angst machtDas gelegentliche Glas Wein oder eine Flasche Bier zum Feierabend sind in unserer westlichen Kultur gesellschaftlich akzeptiert. Dabei blenden die meisten Menschen aus, dass der stete Alkoholkonsum irgendwann in eine Alkoholkrankheit führen kann. Schließlich ruft das Rauschmittel bei übermäßigem Gebrauch Umstrukturierungen im Gehirn des Suchtkranken (Suchtgedächtnis) hervor, was zum Entstehen einer körperlichen und psychischen Abhängigkeit führt. Doch obwohl die Alkoholsucht bereits seit vielen Jahren offiziell als Krankheit anerkannt ist, ist die gesellschaftliche Stigmatisierung von Alkoholikern bis heute weit verbreitet. Aus Furcht davor als charakterschwach oder undiszipliniert abgestempelt zu werden, weigern sich viele Betroffene, sich selbst und anderen ihren Alkoholismus einzugestehen. Stattdessen versuchen sie ihre Alkoholabhängigkeit zu verbergen, trinken heimlich und rutschen so noch tiefer in die Suchtspirale.

Wie kann Angst eine Alkoholsucht auslösen?

Menschen, die an einer psychischen Erkrankung wie zum Beispiel einer Angststörung, leiden, versuchen häufig ihre Probleme mit Alkohol zu lösen. Die psychoaktive Substanz wirkt schließlich auf mehreren Ebenen. Alkohol hebt die Stimmung, stärkt das Selbstvertrauen und besitzt einen beruhigenden Effekt. Ist jemand durch seine Angststörung bereits so stark eingeschränkt, dass beispielsweise im sozialen Umfeld Schwierigkeiten auftreten, kann er sich mit Alkohol den sprichwörtlichen Mut antrinken. Ebenso gut kann Alkohol genutzt werden, um Angstgefühle zu betäuben. Bei beiden Varianten ändert der Alkohol allerdings nichts am ursächlichen Problem der psychischen Angsterkrankung. Diese Form der “Behandlung” ist dementsprechend wenig zielführend.

Inwiefern kann Angst bei einer Alkoholkrankheit auftreten?

Eine chronische Alkoholabhängigkeit führt zu zahlreichen körperlichen und psychischen Veränderungen. Angst oder Angststörungen können in gewissen Konstellationen nicht nur Auslöser oder Ursache für den Alkoholismus sein, sondern auch ein begleitendes Symptom. Ein Mensch mit Alkoholkrankheit kann in Folge auch zusätzlich Depressionen entwickeln, Ängste, Halluzinationen oder wahnhafte Phänomene, ebenso Persönlichkeitsveränderungen. Wer derartige Entwicklungen bei sich feststellt, sollte unbedingt schnellstmöglich über den eigenen Schatten springen und sich in eine Therapie begeben.

Kalter Entzug und Angst

Im Normalfall wird der kalte Entzug ohne ärztliche Aufsicht und medizinische Betreuung in den eigenen vier Wänden durchgeführt. Dabei beschließen die Betroffenen, vom einen auf den anderen Tag keinen Alkohol mehr zu trinken und die Entzugserscheinungen ohne passende Medikation durchzustehen. Dieses Unterfangen ist aus mehreren Gründen überaus riskant und kann aus medizinischer Sicht nicht empfohlen werden. Auch in puncto Angst und Panik birgt diese Entzugsmethode viele Nachteile.

Mit welchen Symptomen müssen Patienten während eines kalten Entzugs rechnen?

Zu den häufigsten Entzugserscheinungen gehören bei einem kalten Entzug Zittern, innere Unruhe und starkes Schwitzen. Aber es treten auch depressive Symptome, Schlafstörungen und Angstattacken auf. Nimmt der Patient keine Medikamente ein, um sowohl belastende Entzugserscheinungen als auch riskante Komplikationen des Entzugs zu verhindern, können daraus ernsthafte, gesundheitlich bedrohende Zustände entstehen. Gefährlich wird es, wenn Patienten einen Krampfanfall erleiden oder in ein lebensbedrohliches Delir rutschen.

Wie lange halten Angst und andere Symptome beim Alkoholentzug an?

Bei einem kalten Alkoholentzug können Panikattacken auftreten. Sie können während der gesamten Dauer der Entgiftung immer wieder auftreten und in seltenen Fällen sogar dann bestehen bleiben, wenn die körperliche Entgiftung eigentlich schon lange abgeschlossen ist. Ist dies der Fall, sollte untersucht werden, ob die Angst nicht ein eigenes Krankheitsbild ist, welches behandelt werden muss und ursprünglich eher ein Auslöser der Suchtentwicklung war (Stichwort Eigenmedikation). Begleiterscheinungen des Entzugs wie Schlafstörungen, depressive Verstimmungen oder innere Unruhe geben sich auch zumeist nach vollbrachter Entgiftung. Auch hier gilt: Ist der Patient auch nach der Entgiftung noch depressiv, ist dies eine eigenständige behandlungsbedürftige Depression. Bleiben die beschriebenen Erkrankungen unbehandelt, können sie auch nach dem Entzug schnell wieder zu einem Rückfall führen.

Warmer Entzug und Angst

Unter einem warmen Entzug versteht man einen medikamentengestützten körperlichen Entzug von Alkohol, bei dem die Patienten medizinisch betreut werden. Wird dieser warme Entzug stationär in einer Klinik durchgeführt, müssen sich die Betroffenen über die körperlichen und psychischen Entzugserscheinungen, zu denen auch Angstgefühle gehören können, grundsätzlich keine Sorgen machen. Die Patienten werden während der Behandlung mit den passenden Medikamenten und Therapien begleitet.

Welche Medikamente helfen gegen Angst und innere Unruhe beim Alkoholentzug?

Es gibt eine Reihe unterschiedlicher Medikamente, welche die psychischen und körperlichen Entzugserscheinungen des Alkohols lindern. Oft wird z.B. das klassische Benzodiazepin Oxazepam zur Linderung der körperlichen Entzugserscheinungen in ausschleichender Dosierung gegeben oder Distraneurin. Man gibt aber auf keinen Fall gegen psychische Beschwerden wie innere Unruhe, Angst oder auch Schlafstörungen erneut ein abhängig machendes Mittel, sondern alternative medikamentöse, sedierende Medikamente. Dies wären z.B. müde machende Antidepressiva oder niedrigpotente Neuroleptika wie Quetiapin. Dank ihrer sedierenden, beruhigenden Wirkung gelingt es ihnen, viele belastende psychische Symptome zu reduzieren, so dass der Patient maximal entlastet wird. Klingen die Beschwerden ab bzw. ist die Entgiftung abgeschlossen, werden die Medikamente oft nicht mehr benötigt.

Was hilft gegen die Angst nach dem Alkoholentzug?

Eine Behandlung der eigenen Alkoholabhängigkeit bedeutet für die Suchtkranken nicht nur den Startschuss in ein neues Leben, sondern auch viel harte Arbeit. Mit der körperlichen Entgiftung ist es nämlich noch lange nicht getan. Die Betroffenen müssen auch eine Entwöhnung durchführen, um sich gedanklich und emotional vom Alkohol zu lösen. Dabei ist es besonders entscheidend, dass die Suchtkranken neue Strategien erlernen, wie sie mit Angst und anderen Problemen zukünftig umgehen können, ohne Alkohol zu trinken. Lernen sie diese Strategien nicht, können bereits kleine Alltagsprobleme einen Rückfall provozieren. Im Rahmen einer umfangreichen Psychotherapie arbeiten Patienten mit einer Alkoholabhängigkeit deshalb gezielt daran, die Ursachen für ihr Problem zu identifizieren und sich neue Verhaltensweisen anzueignen. Hat sich eine Angststörung als Komorbidität im Rahmen der Alkoholkrankheit herausgestellt, sollte diese, wie bereits erwähnt, durch passende Medikamente und psychotherapeutische Ansätze ebenfalls direkt mitbehandelt werden.

Keine Angst vor dem Alkoholentzug!

Wenn Alkohol zu trinken Ihr Leben bestimmt, scheint die Zukunft ohne das Rauschmittel leer und trostlos. Vielleicht fragen Sie sich, wie Sie mit dem ganzen Stress und den vielen Belastungen klarkommen sollen, wenn Sie keinen Alkohol mehr trinken dürfen. Oder Sie haben Angst, sich vor anderen als Alkoholiker outen zu müssen und negativ bewertet zu werden. Selbst wenn Sie sich einfach nur vor den unangenehmen Symptomen des Alkoholentzugs fürchten, sollte Sie dies auf keinen Fall von einer Alkoholentzugstherapie abhalten.

In der My Way Betty Ford Klinik bieten wir Ihnen die Möglichkeit, sich binnen 28 Tagen aus den Fängen der Alkoholsucht zu befreien. In unserer Alkoholentzugsklinik können Sie mit einem Alias-Namen inkognito aufgenommen werden und so Ihren Entzug weitgehend anonym durchführen. Dank der kurzen Behandlungsdauer können Sie den Aufenthalt bei uns gegenüber anderen als längeren Urlaub “tarnen”. Darüber hinaus entziehen Sie bei uns sanft und medikamentengestützt. Über Symptome wie Panik- oder Angstattacken müssen Sie sich deshalb keine Sorgen machen. Wir helfen Ihnen auch bei den ersten Schritten in Ihr neues Leben. Dank umfassender Entwöhnung und täglichen (an Werktagen) psychotherapeutischen Sitzungen im Einzel- und im Gruppensetting lernen Sie, wie sie künftig auf Alkohol verzichten. Aufgrund unseres spezialisierten Nachsorgekonzepts sind Sie auch nach dem Klinikaufenthalt nicht allein. Nehmen Sie Ihr Leben wieder selbst in die Hand! Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme. Gerne stehen wir Ihnen auch für ein klärendes Gespräch zur Verfügung, in dem Sie mögliche Ängste gezielt mit unseren Spezialisten besprechen können.

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