Speed

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Aktualisiert am: 17.08.2026
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  • Definition: Speed ist die Szenebezeichnung für meist amphetaminhaltige Drogenprodukte, die überwiegend in Pulverform angeboten werden.
  • Substanz: Amphetamin ist eine synthetisch hergestellte, stimulierende psychoaktive Substanz.
  • Wirkung: Amphetamin erhöht im Gehirn vor allem die Verfügbarkeit der Botenstoffe Dopamin und Noradrenalin. Dadurch können Wachheit, Antrieb und Aufmerksamkeit vorübergehend zunehmen.
  • Risikofaktoren: Unbekannte Wirkstoffgehalte und Zusammensetzungen sowie weitere psychoaktive Inhaltsstoffe erschweren die Dosierung und können das Risiko unerwarteter Wirkungen und Überdosierungen erhöhen.
  • Folgen: Die Droge Speed kann akute und längerfristige negative körperliche, psychische und soziale Auswirkungen haben. Das Risiko steigt bei häufigem, hoch dosiertem oder langanhaltendem Konsum.
  • Abhängigkeitsrisiko: Speed besitzt ein großes Abhängigkeitspotenzial. Dazu tragen die als aktivierend oder subjektiv leistungssteigernd erlebten Effekte und die Wirkung auf das Belohnungssystem bei.
  • Behandlung: Bei Anzeichen eines problematischen Konsums oder einer Abhängigkeit sollte frühzeitig professionelle Hilfe in Anspruch genommen werden.
Inhalt

    Was ist Speed?

    Speed ist die Szenebezeichnung für illegale Drogenprodukte, die Amphetamin enthalten, ein synthetisch hergestelltes Stimulans, das anregend auf das zentrale Nervensystem wirkt. Neben Amphetamin enthält die Droge Speed meist Streckmittel und weitere Substanzen bzw. Stimulanzien, allen voran Koffein. Die Zusammensetzung und der Wirkstoffgehalt können enorm schwanken. Vereinzelt wird sogar Methamphetamin nachgewiesen. Dieses ist deutlich potenter als Amphetamin, was zu unerwartet starken Wirkungen führen und die Gefahr einer Überdosierung erhöhen kann.

    Wie verbreitet ist Speed als Droge?

    Im Jahr 2024 gaben 0,7 % der 18- bis 64-Jährigen in Deutschland an, in den vergangenen 12 Monaten Amphetamin konsumiert zu haben. Von Amphetaminmissbrauch und -abhängigkeit waren jeweils 0,1 % der Befragten betroffen.1,2 Da Amphetamin häufig im Rahmen eines Mischkonsums eingenommen wird, was in den Statistiken anders erfasst wird, könnte die Zahl der tatsächlichen Konsumenten durchaus höher liegen.

    Die Daten zeigen, dass die Zahl derjenigen, die wegen ihres Stimulanzienkonsums Hilfe bei ambulanten oder stationären Suchthilfeeinrichtungen suchen, seit dem Jahr 2000 stark zugenommen hat. Auch die Fälle der im Krankenhaus behandelten Intoxikationen mit Stimulanzien (ohne Kokain) ist gestiegen: Im Jahr 2000 wurden 282 Fälle behandelt, im Jahr 2024 waren es bereits 2.184 Fälle.3

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    Warum konsumieren Menschen Speed?

    Speed wird in unterschiedlichen sozialen und alltäglichen Kontexten konsumiert, beispielsweise auf Partys oder Raves, aber auch im beruflichen Alltag. Dabei kann es etwa darum gehen, länger wach zu bleiben oder sich leistungsfähiger zu fühlen. Die Gründe können sich je nach Situation unterscheiden:

    • Rausch oder Spaß erleben
    • länger feiern oder wach bleiben
    • Müdigkeit unterdrücken
    • sich subjektiv leistungsfähiger fühlen
    • sich besser konzentrieren
    • Appetit unterdrücken oder das Gewicht kontrollieren

    Wie wird Speed als Droge konsumiert?

    Speed: Was ist das?

    Auf dem illegalen Markt ist Speed meist in weißlicher bis gelblicher Pulverform oder als Paste, seltener als Kapseln oder Tabletten erhältlich. Meist wird Speed geschnupft. Dabei setzt die Speed-Wirkung in der Regel nach wenigen Minuten ein. Alternativ wird die Droge geschluckt oder in Getränken aufgelöst. Bei oraler Einnahme setzt die Wirkung meist erst nach etwa 30 Minuten ein und hält mehrere Stunden an. Seltener wird Speed in Wasser gelöst und injiziert.4 Bei intravenösem Speedkonsum setzt die Wirkung innerhalb weniger Sekunden ein. Dadurch steigt das Risiko schwerer akuter Vergiftungen. Zusätzlich können durch das Injizieren Abszesse entstehen. Bei gemeinsam genutztem oder unsterilem Spritzbesteck besteht zudem das Risiko einer Übertragung von HIV und Hepatitisviren.

    Wie wirkt die Droge Speed im Körper?

    Amphetamin wirkt als sogenanntes indirektes Sympathomimetikum und stimuliert das zentrale Nervensystem. Im Gehirn führt es vor allem zu einer verstärkten Freisetzung von Dopamin und Noradrenalin. Gleichzeitig wird der Rücktransport dieser Botenstoffe in die Nervenzellen gehemmt. Dadurch steigt ihre Konzentration im synaptischen Spalt, was verschiedene körperliche und psychische Wirkungen auslöst.

    Wie intensiv und wie lange Speed wirkt, hängt unter anderem von der Dosis, der Konsumform, dem Wirkstoffgehalt und der Zusammensetzung ab. Auch der körperliche und seelische Zustand des Konsumierenden sowie die Konsumumgebung können die Wirkung beeinflussen. Bei wiederholter Einnahme kann sich eine Toleranz entwickeln, sodass für die gleiche subjektive Wirkung höhere Mengen benötigt werden können.

    Psychische Speed-Wirkung
    • gesteigerte Wachheit
    • erhöhte Aufmerksamkeit
    • kurzfristig gesteigerte oder subjektiv verbesserte Konzentrationsfähigkeit
    • Euphorie
    • gesteigertes Selbstvertrauen
    • gesteigerter Antrieb und Rededrang
    • verringerte Hemmungen
    Körperliche Speed-Wirkung
    • beschleunigter Herzschlag
    • Blutdruckanstieg
    • erhöhte Körpertemperatur
    • verstärktes Schwitzen
    • erweiterte Pupillen
    • erweiterte Bronchien
    • unterdrücktes Hunger-, Durst- und Müdigkeitsgefühl

    Was sind mögliche Risiken der Droge Speed?

    Die Risiken des Speedkonsums sind von einer Vielzahl an Faktoren abhängig, unter anderem vom körperlichen und seelischen Zustand, Vorerkrankungen, Dosis, Konsumform, Wirkstoffgehalt, Zusammensetzung, möglichem Mischkonsum, Konsummustern und einer eventuell schon vorhandenen Toleranz. Unerwünschte Wirkungen und Komplikationen können schon nach einmaliger Einnahme auftreten. Die Art und Ausprägung der Beschwerden lässt sich also nur begrenzt vorhersagen.

    Psychische Risiken des Speedkonsums
    • innere Unruhe, Nervosität und Anspannung
    • Reizbarkeit
    • Angstgefühle
    • Stimmungsschwankungen
    • Schlafstörungen
    • nach Abklingen der Wirkung: Depressionen, Erschöpfung und Antriebslosigkeit („Crash“)
    • insbesondere bei hohen Dosen oder wiederholtem beziehungsweise längerem Konsum: paranoide Gedanken, Halluzinationen und Wahnvorstellungen bis hin zu einer stimulanzieninduzierten Psychose
    Körperliche Risiken des Speedkonsums
    • Herzrasen, Herzrhythmusstörungen, Blutdruckanstieg
    • Magen-Darm-Beschwerden
    • Muskelverspannungen oder Muskelkrämpfe
    • starkes Schwitzen
    • Zittern
    • erhöhte Körpertemperatur
    • Kopfschmerzen
    • Schwindel
    • in schweren Fällen: Überhitzung, Krampfanfälle, Herzinfarkt, Schlaganfall oder andere schwere Herz-Kreislauf-Komplikationen
    Risiken durch unbekannten Wirkstoffgehalt und Zusammensetzung

    Speed ist eine Droge mit sehr heterogener Zusammensetzung. Der Amphetamingehalt kann schwanken; zusätzlich können weitere psychoaktive Substanzen und sogenannte Verschnittstoffe (Streckmittel) enthalten sein. Zu den nachgewiesenen Beimengungen gehören vor allem Koffein, aber auch andere Stimulanzien. Diese können die körperliche und seelische Belastung weiter verstärken oder die Wirkung verändern. Die Risiken hängen davon ab, welche Substanzen in welchen Mengen enthalten sind. Ein unerwartet hoher Amphetamingehalt kann beispielsweise zu deutlich stärkeren Wirkungen führen und das Risiko einer akuten Vergiftung erhöhen. Methamphetamin wirkt stärker und länger als Amphetamin und besitzt ein sehr großes Abhängigkeitspotenzial. Die Zusammensetzung und damit potenzielle Wirkungen und Risiken sind anhand des Aussehens nicht erkennbar.

    Risiken durch Mischkonsum von Speed

    Die gleichzeitige Einnahme weiterer psychoaktiver Substanzen kann zusätzliche und schwer vorhersehbare Risiken mit sich bringen. Das Risiko akuter Vergiftungen und Komplikationen ist je nach eingenommener Substanz verschieden:

    • Speed und Alkohol: Speed kann das subjektive Gefühl der Alkoholisierung abschwächen, ohne allerdings die Alkoholbelastung aufzuheben. Bei fortgesetztem Alkoholkonsum steigt damit das Risiko einer Alkoholvergiftung.
    • Speed und Ecstasy: Die kombinierte stimulierende Belastung kann Herz-Kreislauf-System und Temperaturregulation enorm beanspruchen. Besonders bei körperlicher Aktivität und warmer Umgebung kann das Risiko für Überhitzung und Kreislaufprobleme steigen.
    • Speed und Cannabis: Die Effekte dieser Kombination sind schwer vorhersehbar. Möglich ist eine Verstärkung von Unruhe, Angstgefühlen oder Herzrasen.
    • Speed und Kokain: Da beide Substanzen stimulierend wirken, kann die Belastung des Herz-Kreislauf-Systems zunehmen. Dadurch kann das Risiko für Herzrhythmusstörungen, Blutdruckkrisen, Herzinfarkt oder Schlaganfall steigen.

    Welche Auswirkungen kann Speedkonsum haben?

    Bei wiederholtem Speedkonsum kann sich eine Toleranz entwickeln, sodass für die gleiche subjektive Wirkung höhere Mengen benötigt werden. Dies kann Dosissteigerungen und eine Abhängigkeitsentwicklung begünstigen. Regelmäßige bzw. langanhaltende Einnahme kann zu einer Reihe von Langzeitfolgen führen, beispielsweise:

    • Gewichtsverlust und Mangelernährung
    • anhaltende Schlafstörungen
    • depressive Beschwerden und Angstzustände
    • Gedächtnis- und Konzentrationsstörungen
    • psychotische Symptome wie paranoide Gedanken, Halluzinationen und Wahnvorstellungen
    • Herz-Kreislauf-Schäden
    • bei häufigem Schnupfen: Schäden an Nasenschleimhaut und Nasenscheidewand

    Bei Menschen mit problematischem Amphetaminkonsum tritt Suizidalität häufiger auf.5 Der Zusammenhang ist jedoch komplex und kann auch durch psychische Begleiterkrankungen, Mischkonsum und weitere Belastungsfaktoren beeinflusst werden.

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    Was sind Anzeichen für eine Speed-Abhängigkeit?

    Eine Sucht entwickelt sich meist schleichend. Bei manchen Substanzen kommt es zu einer körperlichen Abhängigkeit; bei Speed bzw. Amphetamin steht die psychische Abhängigkeit im Vordergrund. Konsumenten fällt es zunehmend schwerer, ihren Konsum zu kontrollieren. Folgende Anzeichen können auf eine Abhängigkeitsentwicklung hindeuten:

    • ausgeprägtes Verlangen nach Speed (Craving)
    • Schwierigkeiten, Konsummenge oder -häufigkeit zu kontrollieren
    • wiederholte erfolglose Versuche, den Speedkonsum zu reduzieren oder zu beenden
    • Fortsetzung des Konsums trotz gesundheitlicher, psychischer oder sozialer Folgen
    • zunehmende Vernachlässigung anderer Lebensbereiche wie Familie, Freunde, Hobbys oder Beruf
    • zunehmende Konflikte oder andere Probleme infolge des Konsums

    Wie wird eine Speed-Drogenabhängigkeit behandelt?

    Die Behandlung richtet sich nach dem Schweregrad der Abhängigkeit, möglichen Entzugssymptomen, Begleiterkrankungen und der persönlichen Lebenssituation. Eine stationäre Behandlung in einer auf Amphetamin-Entzug spezialisierten Klinik ist insbesondere bei schweren Symptomen oder einer instabilen Lebenssituation sinnvoll. Die beim Absetzen von Amphetamin häufig auftretenden Beschwerden wie ausgeprägte Erschöpfung, depressive Stimmung, Schlafstörungen und ein ausgeprägtes Verlangen nach der Droge können im Rahmen eines stationären Settings gut mit individuellen Therapien und ggf. Medikamenten gelindert werden.

    Zentrale Bestandteile der Behandlung sind psychosoziale und psychotherapeutische Verfahren. Betroffene werden dabei unterstützt, individuelle Auslöser und aufrechterhaltende Faktoren des Konsums zu erkennen, mit starkem Konsumverlangen und Risikosituationen umzugehen und Strategien zur Rückfallprävention zu entwickeln. Wichtig ist auch eine individuelle Nachsorgeplanung, um die in der Klinik erreichten Erfolge aufrechtzuerhalten und Gelerntes in den Alltag zu übertragen.

    Die Weiterbehandlung und Nachsorge sollten frühzeitig geplant und an den individuellen Bedarf angepasst werden.

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    Als Suchtklinik sind wir auf den Entzug aller Drogen spezialisiert, darunter auch Speed. Gerne gehen wir den Weg aus der Sucht gemeinsam mit Ihnen und bieten Ihnen konkret:

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      Häufige Fragen und Antworten (FAQs)

      Ist Speed dasselbe wie Methamphetamin?

      Nein. Speed ist die Szenebezeichnung für meist amphetaminhaltige Drogenprodukte. Methamphetamin, auch als Crystal Meth bekannt, ist eine chemisch verwandte, aber eigenständige Substanz. Beide Stoffe wirken stimulierend. Methamphetamin ist jedoch potenter und wirkt in der Regel länger als Amphetamin. Vereinzelt kann Methamphetamin auch als Beimengung in Speed enthalten sein.

      Wie gefährlich ist Speed?

      Wie gefährlich Speed ist, lässt sich nicht pauschal beantworten. Das Risiko hängt unter anderem von der Dosis, der Konsumhäufigkeit und -form, dem Wirkstoffgehalt und der Zusammensetzung, möglichem Mischkonsum sowie individuellen körperlichen und psychischen Faktoren ab. Da illegal gehandeltes Speed unterschiedlich zusammengesetzt sein kann und der Amphetamingehalt stark schwankt, sind Wirkung und Risiken zusätzlich schwer vorhersehbar. Unerwünschte Wirkungen und schwere akute Komplikationen können bereits nach einmaligem Konsum auftreten. Dazu gehören unter anderem starke Unruhe, Psychosen, Überhitzung, Herz-Kreislauf-Probleme und Krampfanfälle. Bei häufigem oder hoch dosiertem Konsum steigt zudem das Risiko für eine Abhängigkeit sowie längerfristige körperliche und psychische Folgen.

      Was ist ein Speed-Kater?

      Als Speed-Kater oder „Crash“ werden katerähnliche Nachwirkungen bezeichnet, die beim Abklingen der Wirkung oder am Folgetag auftreten können. Mögliche Beschwerden sind depressive Verstimmung, Angstgefühle, starke Müdigkeit, Erschöpfung, Antriebslosigkeit, Schlafstörungen, Kopfschmerzen und Konzentrationsprobleme. Wie stark die Beschwerden ausfallen, hängt unter anderem von der konsumierten Menge, dem Konsummuster und der individuellen Verfassung ab. Auch Schlafmangel, körperliche Überlastung sowie eine unzureichende Flüssigkeits- oder Nahrungsaufnahme können eine Rolle spielen.

      Welche Warnzeichen können auf eine Speed-Überdosierung hinweisen?

      Die Symptome einer akuten Speed-Vergiftung können je nach konsumierter Menge, Wirkstoffgehalt und Zusammensetzung, Konsumform, Mischkonsum und individuellen Faktoren unterschiedlich ausfallen. Mögliche Warnzeichen sind:

      • Herzrasen oder Herzrhythmusstörungen
      • Schmerzen in der Brust
      • ausgeprägte Unruhe, Erregung oder Panik
      • Verwirrtheit
      • Halluzinationen oder Wahnvorstellungen
      • stark erhöhte Körpertemperatur
      • starkes Zittern oder Krampfanfälle
      • Atemnot
      • Kreislaufkollaps oder Bewusstseinsstörungen

      Brustschmerzen, Krampfanfälle, Atemnot, ausgeprägte Bewusstseinsstörungen, eine hohe Körpertemperatur oder ein Kreislaufkollaps sind medizinische Notfälle. In diesen Fällen sollte sofort der Notruf 112 gewählt werden.

      Ist Speed eine harte Droge?

      „Harte Droge“ ist kein medizinischer oder wissenschaftlich einheitlich definierter Begriff. In der Medizin wird Speed als amphetaminhaltiges Stimulans eingeordnet und anhand seiner konkreten Wirkungen und Risiken beurteilt. Aufgrund des hohen Abhängigkeitspotenzials und der möglichen schweren Komplikationen wird Speed zu den „harten Drogen“ gezählt.

      Wie lange ist Speed im Körper nachweisbar?

      Nachgewiesen wird nicht Speed als einheitliches Produkt, sondern beispielsweise Amphetamin oder andere enthaltene Substanzen. Die Nachweisdauer hängt unter anderem von der konsumierten Menge, der Konsumhäufigkeit, dem individuellen Stoffwechsel und dem verwendeten Testverfahren ab. Im Urin ist Amphetamin meist mehrere Tage nachweisbar, im Blut ist das Nachweisfenster in der Regel kürzer. Haaranalysen können je nach untersuchtem Haarabschnitt auch länger zurückliegenden Drogenkonsum erfassen.

      Wie schnell kann man von Speed abhängig werden?

      Wie schnell sich eine Speed-Abhängigkeit entwickelt, lässt sich nicht pauschal vorhersagen. Das Risiko wird unter anderem durch die Häufigkeit und Menge des Konsums sowie das individuelle Konsummuster beeinflusst. Auch persönliche Faktoren und anhaltende psychosoziale Belastungen können eine Rolle spielen. Speed besitzt ein großes psychisches Abhängigkeitspotenzial.

      Bei manchen Betroffenen wird ein zunächst gelegentlicher Konsum mit der Zeit häufiger oder intensiver. Bei wiederholter Einnahme kann sich eine Toleranz entwickeln, sodass für die gleiche subjektive Wirkung höhere Mengen benötigt werden. Weitere Warnzeichen sind ein intensives Verlangen nach der Droge (Craving), Schwierigkeiten, die Konsummenge oder -häufigkeit zu kontrollieren, und eine zunehmende Bedeutung des Konsums im Alltag. Da sich diese Veränderungen oft schrittweise entwickeln, ist der Übergang in eine Abhängigkeit für Betroffene und ihr Umfeld nicht immer leicht zu erkennen.

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      Quellenangaben

      Quellenliste

      1 Der Bundesbeauftragte der Bundesregierung für Sucht- und Drogenfragen „Stimulanzien in Deutschland“, https://datenportal.bundesdrogenbeauftragter.de/stimulanzien (Datum des Zugriffs: 08.07.2026)

      2 Dtsch Arztebl Int 2025 „Psychoactive Substance Use in Germany“; 122: 625-31. http://doi.org/10.3238/arztebl.m2025.0157 (Datum des Zugriffs: 23.07.2026)

      3 Der Bundesbeauftragte der Bundesregierung für Sucht- und Drogenfragen, „Stimulanzien in Deutschland“, a. a. O.

      4 DHS Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen e. V. „Amphetamin & Ecstasy“, November 2024, https://www.dhs.de/fileadmin/user_upload/BZGA-24-06059_DHS_Die_Sucht_und_ihre_Formen_02_AMPHETAMINE_BFREI.pdf (Datum des Zugriffs: 08.07.2026)

      5 Adam HM, Aljadani AH, Abouzed M, Alrasheedy BB and Alarfaj MA (2026) Suicide and psychiatric disorders associated with amphetamine type stimulant use: a systematic review and meta-analysis. Front. Psychiatry 17:1654091. doi: 10.3389/fpsyt.2026.1654091, https://www.frontiersin.org/journals/psychiatry/articles/10.3389/fpsyt.2026.1654091/full (Datum des Zugriffs: 08.07.2026)

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