24 Stunden Direktkontakt

0800 / 55 747 55
aus dem Ausland +49 180 / 55 747 55 Zum Kontaktformular
  • Spezialisierung auf Suchterkrankungen und deren Begleiterkrankungen, wie Burnout, Depression, Angststörungen, etc.
  • langjährig bewährtes Therapiekonzept
  • Deutlich überdurchschnittliche Personalbesetzung
  • BAR-zertifiziert durch den Fachverbund Sucht, letztmals 2019
  • Rund um die Uhr ein Arzt im Haus
  • 8 klimatisierte Zimmer und Therapieräume
  • zugelassenes Krankenhaus im Bereich der Entgiftung

Drogenproblem: Cannabis als unbestrittener Spitzenreiter der Konsumhierarchie

Im Gegensatz zum Konsum von Alkohol ist der Drogenkonsum in Deutschland und vielen weiteren Ländern verboten und findet daher in der Regel heimlich oder zumindest in Gesellschaft Gleichgesinnter statt. Meist nicht deshalb, weil die Betroffenen sich ihres Konsums schämen, sondern weil es eben nicht erlaubt ist. Dies gilt ganz besonders für den Konsum von Cannabis, der von Konsumenten verharmlost wird und in den Niederlanden ganz legal ab 18 Jahren in Coffeeshops möglich ist. Dennoch bekommen die meisten Menschen, die Drogen nehmen, weil sie einen Kick im Alltag benötigen, „nur chillen“ wollen oder bei Freunden nicht als Außenseiter dastehen möchten, früher oder später ein Drogenproblem.

Drogenprobleme in Deutschland: Die Ist-Situation

Laut dem jüngsten “Jahresbericht zur Situation illegaler Drogen” der Drogenbeauftragten der Bundesregierung haben rund 15,2 Millionen Erwachsene mindestens einmal im Leben eine illegale Droge genommen. Davon haben 7,1 % aller befragen Erwachsenen und 8 % aller Jugendlichen zwischen 12 und 17 Jahren mindestens einmal im Jahr Cannabis konsumiert. Der Anteil aller anderen Substanzen ist deutlich geringer. Daraus ergibt sich, dass in der Bevölkerung über die vermeintliche Harmlosigkeit von Cannabis nach wie vor ein gefährlicher Irrglaube vorherrscht und eine gesundheitliche Aufklärung über die Risiken von Cannabis bei Jugendlichen erforderlich ist.

Woran erkenne ich, dass ich ein Drogenproblem habe?

Illegale Drogen wie Kokain, Heroin, Cannabis, Ecstasy oder Crystal Meth sind psychoaktive Substanzen, die das Gehirn und den Botenstoffwechsel negativ beeinflussen. Für die kurzzeitige Euphorie, die als so angenehm erlebt wird, dass gesundheitliche Konsumrisiken völlig ausgeblendet werden, zahlen die Betroffenen einen hohen Preis. Je häufiger das zentrale Nervensystem der “künstlichen” Überreizung ausgesetzt wird, desto mehr verlernt es, glückserzeugende Transmitter selbst freizusetzen, so dass der Körper über kurz oder lang Drogen benötigt, um überhaupt positive Gefühle erleben zu können. Daher lässt sich die Frage nach einem vorhandenen Drogenproblem im Grunde einfach beantworten: Jeder, der regelmäßig Drogen konsumiert, hat – auch ohne Abhängigkeit – ein Drogenproblem.

Wie wird ein Drogenproblem diagnostiziert?

Wie wird ein Drogenproblem diagnostiziert?Gesundheitliche Probleme durch den Gebrauch von Drogen werden medizinisch nach den verschiedenen Substanzen und der Art und Ausprägung der Symptome differenziert. Die Richtlinien und Diagnosekriterien für Substanzmissbrauch und Suchtprobleme durch Drogen sind im Diagnose-Manual ICD-10 der Weltgesundheitsorganisation (WHO) festgehalten:

  • Psychische und Verhaltensstörungen durch Opioide (F11.0 bis F11.9)
    Darunter Heroin, Methadon und Morphium
  • Psychische und Verhaltensstörungen durch Cannabinoide (F12.0 bis F12.9)
  • Psychische und Verhaltensstörungen durch Kokain (F14.0 bis F14.9)
  • Psychische und Verhaltensstörungen durch andere Stimulanzien einschließlich Koffein (F15.0 bis F15.9)
    Darunter Amphetamin, Methamphetamin (Crystal) und MDMA (Ecstasy)
  • Psychische und Verhaltensstörungen durch Halluzinogene (F16.0 bis F16.9)
    Darunter LSD, Mescalin und Psilocin
  • Psychische und Verhaltensstörungen durch flüchtige Lösungsmittel (F18.0 bis F18.9)
    Darunter Benzin, Flugzeugkleber und flüssige Lösungsmittel
  • Psychische und Verhaltensstörungen durch multiplen Substanzgebrauch (F19.0 bis F19.9)
    Mischkonsum mit Alkohol, Medikamenten oder anderen Drogen

Darüber hinaus nimmt der behandelnde Arzt ein ausführliches Patienteninterview zum Konsumverhalten vor und lässt Substanz-abhängige Laborwerte bestimmen. Die Befragung kann allerdings nur dann zur Diagnostik hinzugezogen werden, wenn der Patient wahrheitsgemäß antwortet.

Was ist von einem Drogentest aus der Apotheke zu halten?

Ein Drogentest aus der Apotheke ersetzt keineswegs die ärztliche Diagnostik, sondern kann lediglich eine bestimmte Droge im Körper nachweisen. Da die Betroffenen selbst wissen, ob und welche Drogen sie konsumiert haben, ist der Test in erster Linie für Außenstehende interessant. Dazu zählen beispielsweise die Eltern, die kontrollieren möchten, ob ihr Kind ein Drogenproblem hat oder der Partner bzw. die Partnerin, der / die wissen möchte, ob der versprochene Drogenstopp tatsächlich eingehalten wird. Für die Selbsttestung spielt der Drogentest meist nur dann eine Rolle, wenn eine behördliche Kontrolle ansteht und der Betroffene wissen möchte, ob er wirklich clean ist.

Der Drogen-Test erfolgt normalerweise über einen Teststreifen, der in den Urin gehalten wird; in selteneren Fällen wird der Speichel untersucht. Erhältlich ist der Test entweder als Kombinationstest (Drogentest Multi) auf verschiedene Drogen oder als Einzeltest auf eine bestimmte illegale Substanz, beispielsweise als Drogentest THC (Cannabis). Obwohl die Drogentests schnelle Ergebnisse liefern, können sie gelegentlich ebenso falsche Ergebnisse anzeigen. Mögliche Fehlerquellen sind u. a. das Passivrauchen von Marihuana, ein unterschrittener Cut-Off-Wert (legt fest, ob der Drogentest negativ oder positiv bewertet wird) oder Kreuzreaktionen mit Medikamenten. Daher ist ein Drogentest aus der Apotheke vor deutschen Gerichten nicht beweisfähig, sondern muss über eine Untersuchung des Bluts erbracht werden.

Welche Drogenprobleme gibt es?

Unabhängig von der jeweiligen Droge wird zwischen unterschiedlichen Krankheitsbildern unterschieden:

Akute Intoxikation

Hierzu zählen sowohl der akute Rausch als auch eine Vergiftung durch eine Überdosis. Diese kann im Rahmen einer Abhängigkeit durch eine Überdosierung aufgrund einer Toleranzentwicklung entstehen. Ebenso können Drogenkuriere, die Kokain und Heroin verpackt im Körper mit sich führen, durch eine Beschädigung der Verpackung und die Freisetzung einer letalen Menge des Rauschgifts schnell in Lebensgefahr geraten.

Schädlicher Gebrauch

Hier handelt es sich um einen Drogenmissbrauch, bei dem noch keine Drogensucht entstanden ist. Dennoch stellt der Missbrauch gewissermaßen eine Vorstufe dar, die rasch in eine Sucht übergehen kann, die Übergänge sind oft fließend. Dabei muss der schädliche Konsum mindestens einen Monat lang stattgefunden haben oder im letzten Jahr mehrmalig aufgetreten sein.

Abhängigkeitssyndrom

Eine Drogenabhängigkeit liegt immer dann vor, wenn eine physische und / oder psychische Abhängigkeit entstanden ist. Während Drogen wie Kokain oder Cannabis in erster Linie eine psychische Abhängigkeit hervorrufen, ist Heroin bekannt für seine starke körperliche Abhängigkeit. Unabhängig davon, ob körperlich, psychisch oder beides: In der Regel kann nur ein qualifizierter Drogenentzug den Betroffenen helfen, von der Droge loszukommen.

Entzugssyndrom

Das Entzugssyndrom tritt immer in Verbindung mit dem Abhängigkeitssyndrom auf. Entweder beabsichtigt im Rahmen eines Entzugs oder, wenn die Betroffenen aus Geldmangel oder anderen Gründen nicht rechtzeitig zum erneuten Drogenkonsum kommen. Die Entzugserscheinungen sind körperlich und psychisch und richten sich nach der konsumierten Droge.

Entzugssyndrom mit Delir

Das Entzugssyndrom mit Delir ist ein besonders schwerer Verlauf des körperlichen Entzugs und kann lebensgefährlich werden. Hier kommt es neben den üblichen Entzugserscheinungen zum Delir mit Halluzinationen, Wahnvorstellungen, Desorientierung, Verwirrtheit und einem Kontrollverlust über die Körperfunktionen.

Sonstige Krankheitsbilder

Es gibt auch Verhaltensstörungen, Persönlichkeitsveränderungen, Gedächtnisprobleme und sog. „Restzustände“, welche nach langanhaltendem Konsum eine dauerhafte Veränderung der Person im Sinne einer Verflachung mit kognitiven Einbußen bedeuten, der Betroffene ist dann nicht mehr „alltagstauglich“.

Relativ häufig kommt es auch zu Psychosen, die beim ersten Konsum oder auch erst nach jahrelangem Konsum auftreten können. Diese können chronisch verlaufen und auch nach der Abstinenz bestehen bleiben, oder wieder komplett weggehen. Der Verlauf ist nicht vorhersehbar.

Welche Symptome sprechen für eine Drogensucht?

Wenn sich aus regelmäßigem Drogenkonsum eine Sucht entwickelt hat, wird es für die Betroffenen besonders schwer. Schließlich schaffen sie den Weg in ein Leben ohne Drogen nicht mehr ohne professionelle Hilfe. Dies liegt zum einen an dem durch das Suchtgedächtnis entstandenen starken Verlangen nach der Droge (Craving) und dem Kontrollverlust über die Menge und Dauer des Konsums. Insgesamt hat die WHO sechs Kriterien zur Diagnostik einer Drogensucht definiert, von denen im vergangenen Jahr drei oder mehr aufgetreten sein müssen:

  • Suchtdruck / Craving
  • Kontrollverlust
  • Entzugserscheinungen bei Konsumstopp
  • Gewöhnung / Toleranzentwicklung
  • Ausschließlicher Fokus auf den Konsum der Droge
  • Fortgesetzter Substanzgebrauch trotz negativer gesundheitlicher und sozialer Folgen

Drogenproblem – Was tun?

Der Lösung eines Drogenproblems muss immer eine Selbsterkenntnis und der Wille zur Abstinenz vorangehen. Aussagen wie “Ich kiffe, habe aber kein Drogenproblem” oder “Ich brauche Kokain, um mich gut zu fühlen”, belegen, dass die betroffenen Menschen ihr Problem nicht wahrnehmen oder nicht wahrnehmen möchten. In einem solchen Fall werden Eltern, die ihr Kind zu einer Therapie bewegen möchten, mit großer Wahrscheinlichkeit scheitern. Wichtig ist es, dass der Jugendliche oder der Erwachsene selbst mit dem Konsum der Droge aufhören möchte.

Weiterhin gilt es zu unterscheiden, ob es sich um einen Missbrauch handelt, oder ob sich bereits eine Abhängigkeit entwickelt hat. Bei einem Drogenmissbrauch reichen – je nach Ausprägung der Symptome – entweder der Besuch eines ambulanten Psychotherapeuten oder eine Entwöhnungstherapie in einer Suchtklinik aus, um die psychischen Suchtursachen zu bearbeiten und durch “gesunde” Konsum- und Verhaltensmuster zu ersetzen.

Die Behandlung einer Drogenabhängigkeit ist durch die Entwicklung des Suchtgedächtnisses deutlich komplexer. Schließlich muss sich der Drogenabhängige zunächst einer körperlichen Entgiftung mit anschließender Entwöhnung unterziehen und auch nach dem Entzug konsequent durch eine ambulante Nachsorge am Thema bleiben. Um die Entzugserscheinungen so gering wie möglich zu halten, sollte die Entgiftung unbedingt durch Ärzte, Arzneimittel und begleitende Therapieangebote gestützt werden. Während der Entwöhnung setzt sich der Betroffene mit sich selbst und den Auslösern seiner Sucht auseinander, erarbeitet alternative Lösungen zum Konsum und nimmt in einigen Einrichtungen ebenfalls an einer Rückfallprävention teil.

Welche Drogenentzugsklinik ist die richtige?

Insgesamt sind die Erfolgsaussichten am größten, wenn die Entzugsbehandlung stationär in einer Suchtklinik erfolgt. Hier kann sich der Drogenabhängige völlig losgelöst vom Alltag und den üblichen Suchttriggern vollständig auf die Behandlung konzentrieren und sich im persönlichen Gespräch und in der Gruppentherapie mit anderen Suchtkranken austauschen. Ebenso ist die psychotherapeutische Betreuung deutlich intensiver als bei ambulanten Angeboten. Zur Auswahl stehen sowohl öffentliche als auch private Häuser, die sich in ihrer Qualität und dem zeitlichen Ablauf allerdings deutlich unterscheiden.

So erfolgt die Behandlung der öffentlichen Kostenträger in zwei separaten Einrichtungen: Einem Akutkrankenhaus oder einer Psychiatrie (Entgiftung) und einer Rehaklinik (Suchtrehabilitation bzw. Entwöhnung). Leider mit zeitlichem Abstand, da es für die Reha erst eine Kostenzusage braucht. Oft werden die Betroffenen zwischenzeitlich wieder rückfällig. Der Entzug in einer Privatklinik ist selbst oder durch die private Krankenkasse zu zahlen, verläuft dafür aber ganzheitlich, schneller und meist auch erfolgreicher in einem einzigen Behandlungsschritt, da die Entgiftung und Entwöhnung zusammen durchgeführt werden.

Als private Suchtklinik bieten wir unseren Patienten eine ganzheitliche Behandlung mit Entgiftung und Entwöhnung an. Auch eine alleinige Entgiftung oder Entwöhnung ist möglich. Ganz besonderen Wert legen wir dabei auf unsere intensive psychotherapeutische Betreuung mit jeweils 5 Einzel- und Gruppenterminen wöchentlich, unseren überdurchschnittlich hohen Personalschlüssel und die Weiterentwicklung unseres langjährig bewährten Therapiekonzepts gemäß neuesten Erkenntnissen der Suchtmedizin. Für diesen Ansatz wurden wir als einzige private Fachklinik vom Fachverband Sucht nach BAR-Kriterien zertifiziert. Sie haben noch Fragen oder möchten einen Besichtigungstermin in unserer Klinik vereinbaren? Wie stehen Ihnen gerne für weiterführende Informationen zur Verfügung.

Sie haben Interesse an unserem Angebot?
Jetzt unverbindliches Beratungsgespräch anfordern

Was ehemalige Patienten über uns sagen

"[...] Der gesamte Aufenthalt hat mich sehr zufriedengestellt. Dem Alkoholproblem wurde offen entgegen gewirkt. Die sehr erfahrenen Therapeuten und Ärzte haben mir sehr geholfen. Der Aufenthalt in der Klinik war sehr positiv. [...]"
"[...] Die Betty Ford Klinik hat mir entscheidend geholfen meine Alkoholsucht hinter mir zu lassen. Vom Hausmeister bis hin zur Pflege und Verwaltung hat jeder dazu beigetragen, dass ich sehr positiv gestimmt die Klinik verlassen habe. [...]"

Die Therapieformen unserer Entzugsklinik
haben sich weltweit bewährt

Wir wenden in unserer Sucht- und Entzugsklinik eine Therapieform an, die sich bereits unzählige Male auf der ganzen Welt bewähren konnte. Dabei handelt es sich um ein Therapiekonzept, das durch eine sehr hohe Anzahl an Einzeltherapien in erster Linie ganzheitlich und individuell orientiert ist und durch viele interessante Zusatzangebote ergänzt wird.





Bitte beachten Sie unsere Angaben zum Datenschutz.